Rheinfelden, Steinfurt, Gladbeck - Warum eigentlich Wettkämpfe?

Training…ja… schön und gut -  aber Rennen sind die Krönung. Hier kommt wieso:

 

Der Kampf gegen dich

 

 

Es klingt abgedroschen und das ist es vermutlich auch. Aber stärker zu sein als der kleine Mann im Kopf der dauernd sagt „Komm lass gut sein“ oder „Drei Sekunden pro Kilometer ist kaum langsamer, fühlt sich aber gleich besser an“ - das macht Freude und erfüllt mich nach über 20 Jahren Ausdauersport immer noch mit Stolz. Eine prima Gelegenheit sich mit dem kleinen Mann auseinander zu setzen bot der Rheinfelden Triathlon. Das Format ist dort nämlich so einfach und fair wie erbarmungslos. Triathlon gegen die Uhr, alle 20 Sekunden geht ein Athlet auf die Reise. Im Elitefeld, für das ich kurzfristig gemeldet hatte, waren es gerade mal 17 andere Kämpfer und dennoch verlor ich sogleich die Orientierung wo ich im Rennen lag. Da hieß es dann einfach auf dem Gas zu bleiben und um jede Sekunden kämpfen. Ausreden wären genug da gewesen, denn eigentlich war ich zum Training nach Süddeutschland gekommen. Nach sieben intensiven und umfangreichen Tagen hätte ich mir also ein Rennen mit angezogener Handbremse mental erlauben dürfen. Auch war das Wettkampfmaterial zu Hause. Kein Einteiler, Neo geliehen, keine Aerolaufräder und nur das Trainingsrennrad unterm Hintern, da sagt der kleine Mann: „Kein Wunder, dass du langsamer als die Konkurrenten bist. Komm mach halblang.“ Am Ende verpasste ich den Sieg in der starken Konkurrenz zwar knapp, aber nach über zwei Stunden quälen war ich erstmal zufrieden, dass ich dem kleinen Mann nicht nachgegeben und alles aus mir rausgeholt habe und das macht Triathlon für mich aus.

 

Bild: Tri Team Steinfurt
Bild: Tri Team Steinfurt

Der Kampf gegen die anderen

 

 

Ich gebe es zu. Im Vorfeld des Steinfurt Triathlons war ich siegessicher. Ich war mir sicher die Vorjahreszeit locker unterbieten zu können und ich rechnete nicht mit sehr viel Gegenwehr. Am Ende blieb ich zwar, trotz Wind und recht schwülen Bedingungen, unter dem Streckenrekord. Ich musste mich aber erneut knapp geschlagen geben. Nach dem Schwimmen und beim Rad fahren lag ich lange vorne, bis von hinten Robert Kores aufschloss. Der ehemalige Radprofi drückte mächtig drauf und von dort an bewegte sich der Abstand stets im Bereich von einer Minute. Beim abschließenden Lauf versuchte ich alle Kraft aufzubringen um ihn in Schwierigkeiten zu bringen. Das gelang zwar, aber er lief konstant seinen Schritt durch und konnte mich so besiegen. Auf Platz drei waren es am Ende fast 20 Minuten Vorsprung. Ich wollte gewinnen. Ich bin enttäuscht. Aber ein spannendes Duell – Mann gegen Mann – zu verlieren ist mir lieber als das Ding locker nach Hause zu laufen. Zu wissen: Wenn du dir mehr weh tust, dann tut es den anderen auch mehr weh und wenn du dich noch mehr quälst, dann bricht der Gegner vielleicht, das macht mir unheimlich Spaß und macht Triathlon für mich aus.

 

Der Kampf mit anderen

 

 

Mannschaftssprint in Gladbeck. Ich kann es nicht mehr zählen wie oft ich schon über diesen Kurs gejagt bin. In der Jugendliga, in der Verbandsliga, in der offenen Klasse, in der zweiten Bundesliga und unzählige Male in der NRW Liga habe ich meine Runden gedreht. Aber das zu machen was mir Spaß macht und unmittelbar zusammen mit Leuten die ich seit vielen Jahren gute Freunde nennen kann, ist großartig. Zumal das Ergebnis in Gladbeck auch stimmte. Beim Schwimmen bot ich Wasserschatten für unser Team. Auf dem Rad machte ich den Löwenanteil der Arbeit und beim Laufen waren die Scheltingabrüder und ich so gut wie nicht zu schlagen. Dritter Platz hinter Köln und Bonn, aber vor Buschhütten – Bestens! Danach dann bei einem Bierchen das Rennen Revue passieren zu lassen und im Team den Triathlonsport zu genießen, das macht Triathlon für mich aus.

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Events

 

 

31.12.2016

Silversterlauf Krefeld

8,1

3. Platz

 

28.01.2017

INDOORMAN

0,275 - 5 - 1,5

1. Platz (Durchgang 1)

3. Platz (Team)

 

06.08.2017

Ostseeman

3,8 - 180 - 42,2

 

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