Reality Check

Foto: Jan Frohne
Foto: Jan Frohne

„Keine halben Sachen mehr“ hieß mein letzter Blog. Zeit für einen Reality Check.

Der Versuch professioneller unterwegs zu sein, ist in der Hinsicht geglückt, dass ich dieses Jahr schon über vier Wochen Trainingslager hinter mir habe. Die Zeit mit Triathlead auf Mallorca beziehungsweise leichter-triathlon.de in der Toskana war zwar auch mit Arbeit verbunden, aber unterm Strich genau das Richtig um nach langer Verletzungszeit wieder den Einstieg zu schaffen. Dieser Einstieg ist geglückt, denn ich kann wieder fast schmerzfrei trainieren und am 01. Mai werde ich in Mönchengladbach nach über eineinhalb Jahren wieder am Start eines Wettkampfs stehen. Mit dabei sein werden der Speedairo und die SX-61 Brille von Casco. Genauso wie den Daimo2 Straßenhelm konnte ich die Produkte bereits einem Dauertest unterziehen. Vom Style und Funktion des Speedairo war ich jetzt nicht überrascht, schließlich wird er schon länger von Topathleten im Radsport und Triathlon eingesetzt und präsentiert sich entsprechend erstklassig. Die SX-61 ist für mich eine echte Überraschung, nicht nur, dass sie in einem Design daherkommt, welches für eine Sportbrille eher ungewöhnlich ist, sondern vor allem auch der hohe Tragekomfort und die Sicht sind herausragend. Klar, ich „muss“ das jetzt schreiben, aber bei meinem großen Kopf und bei den vielen Brillen anderer Hersteller mit denen ich überhaupt nicht zurecht gekommen bin, war das schon eine Überraschung. Für 50€ eine Brille zu bekommen, welche über beschichtete und polarisierte Gläser verfügt ist sowieso der Wahnsinn. Ich bin sie in Mallorca und in der Toskana bei Sonne und Regen gefahren und sie hat bei allen Bedingungen funktioniert!

Die Gelegenheit die Aeroeigenschaften des Speedairo unter Wettkampfbedingungen zu testen wird sich das erste Mal in Mönchengladbach bieten, wenn ich nach fast 20 Monaten mal wieder am Start eines Rennens stehen werde. Weitere Highlights werden der DU it Triathlon über die Mitteldistanz und der Ostseemann über die Langdistanz.
Die Form für diese Events ist im Wasser und auf zwei Rädern schon sehr manierlich und auch zu Fuß läuft es immer besser, wobei ich nach der langen Verletzungspause immer noch vorsichtig sein muss.
Auch verantwortlich dafür, dass ich nicht zu viel auf einmal mache und dafür, dass sich die Form in den ersten beiden Disziplinen, wie erwähnt, bereits als manierlich bezeichnen lässt ist Sebastian Zeller.
Seit Dezember arbeite ich mit ihm als Trainer zusammen. Nach acht Saisons bei Nedim Yildiz möchte ich einfach mal etwas Neues ausprobieren und Sebastian und seine Firma ProAthletes waren für mich die einzige Alternative. Ich kenne ihn schon viele Jahre als Athlet und schätze sein Fachwissen sehr. Als Coach stellt er gewissermaßen das andere Extrem zu Nedim da. Während bei Nedim sehr viel Wert auf Gefühl gelegt wird, ist Sebastian ein echter Triathlonwissenschaftler, der mich als ein Athlet welcher wenig Begeisterung für Trainingsdokumentation, Spielzeuge am Handgelenk oder Ähnliches zeigt, mal aus der Komfortzone holen kann. Damit ist nicht unbedingt gemeint, dass ich Gefühl nicht mehr wichtig finde, oder dass ich bei Nedim nie meine Komfortzone verlassen hätte (Weiß Gott nicht!), aber nachdem Nedim mir geholfen hat meinen Körper- und mein Tempogefühl auf ein sehr gutes Niveau zu entwickeln ist es nun an der Zeit mit Hilfe der Wissenschaft an der nächsten Schraube zu drehen. Zwangsläufig heißt das auch, dass ich seit diesem Jahr mit Wattmessung trainiere, was besonders meinen Geldbeutel nicht gefreut hat - naja So lange sich die Beine freuen. Und ob die sich freuen werden ich bald wissen, denn die Saison steht vor der Tür und ich bin heiß!

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Events

 

 

31.12.2016

Silversterlauf Krefeld

8,1

3. Platz

 

28.01.2017

INDOORMAN

0,275 - 5 - 1,5

1. Platz (Durchgang 1)

3. Platz (Team)

 

06.08.2017

Ostseeman

3,8 - 180 - 42,2

 

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