Wettkampftapering

Aus Wikipedia: "Tapering bezeichnet die Reduktion des Umfangs vor einer großen Ausdauerbelastung (Wettkampf)."


Mitteldistanz, Kurzdistanz, Sprintdistanz. Hab ich also in den letzten Wochen alles richtig gemacht. Dann müsste ich ja für den IRONMAN Wales am Sonntag bestens getapert sein. Blöd nur, dass das Zitat oben nicht 100% richtig wieder gegeben ist. Denn eigentlich ist der Trainingsumfang gemeint und nicht die Wettkampfkilometer. Außerdem hat es zu einem 100% Aufbau nicht gereicht. Denn als mein Coach mir vorschlug in sieben Wochen in Wales an den Start zu gehen waren die Wettkämpfe schon längst geblockt. Als ursprüngliches Highlight war die Mitteldistanz Staatsmeisterschaft in Österreich geplant. Da ich durch die Fußverletzung im Training doch zurückgeworfen wurde hab ich das Rennen mehr oder weniger ohne echte Erholung gemacht. Der Waldvierteler Eisenmann wurde dann allerdings doch noch ein durchaus passables Rennen. Mit dem Ziel Top10 gestartet fand ich mich nach gutem Schwimmen plötzlich an Platz 2 wieder. Auf einer der spaßigsten Radstrecken die ich je gefahren bin wollte ich diesen Platz natürlich nicht so leicht hergeben und wurde erst nach 65km von den ersten Profis eingeholt (u.a. der frischgebackene Europameister und Challenge Vichy Sieger Andrej Vistica). Leider konnte ich meine Laufform überhaupt nicht zeigen, was ich jetzt mal darauf schieben will, dass auf Grund der ganzen Humpelei meine Hüfte etwas schief stand und ich mit Krämpfen in der linken Seite klar kommen musste. Am Ende war es ein guter siebter Platz in einem schönen Rennen, wo allerdings wohl mehr drin war.
Die Reise hat sich aber allemal gelohnt, alleine schon wegen des sagenhaften Homestays bei Lenka und Max in Wien - Danke!

Foto: Sandra Klabunde
Foto: Sandra Klabunde

Diese Probleme mit den Fußschmerzen und der damit verbundenen Schonhaltung machten mir in den nächsten Wochen so zu schaffen, dass ich vor dem Heimrennen in Krefeld komplett das Training aussetzten musste. Zum Glück fanden keine Profis den Weg nach Krefeld und so konnte ich mit einigen Minuten Vorsprung die Olympische Distanz gewinnen, ohne total in den Tunnel zu müssen.

Nur sechs Tage später dann Hannover, Sprintdistanz, 1. Bundesliga, nur (Semi-)Profis und statt von vorne freie Bahn zu haben hieß es 60min Infight gegen die Konkurrenz. Beim Schwimmen gab es voll auf den Deckel und nur mit Glück und sehr viel Einsatz auf dem Xenon schaffte ich den Sprung in die dritte Radgruppe. Beim Laufen ging dann erwartungsgemäß nicht mehr viel. Mittwoch und Donnerstag wurde noch mal intensiv und umfangreich gelaufen und geradelt, da Hannover nur als Taperingauftakt (jetzt meine ich das tatsächliche Tapering) für Wales geplant war. Gerade in der Hinsicht ist der 51. Platz in der BL und der 41. Platz in der Sprint Elite DM gar nicht mal so schlampig einzuordnen.

Was am Sonntag (noch) geht weiß ich nicht. Ich hab gut trainiert, aber viele lange Einheiten passten bei diesem Tanz auf zwei Hochzeiten (viele kurze Rennen während der Vorbereitung auf ein langes) nicht wirklich in den Plan. Ich freue mich jetzt auf die Reise ins Königreich und werde das Rennen genießen und mein Bestes geben. Genug geschrieben, in wenigen Stunden müssen Coach Nedim und ich die Fähre in Frankreich kriegen...

Noch ein sehenswertes Video aus dem schönen Litschau. Ich spiele auch eine kleine Nebenrolle.

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31.12.2016

Silversterlauf Krefeld

8,1

3. Platz

 

28.01.2017

INDOORMAN

0,275 - 5 - 1,5

1. Platz (Durchgang 1)

3. Platz (Team)

 

06.08.2017

Ostseeman

3,8 - 180 - 42,2

 

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