3. Platz NRW Meisterschaft und inoffizieller Vizeweltmeister im BikeDragRacing

PANG! by daro-foto.de
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Die vergangenden Tage haben mir mal wieder gezeigt warum man Triathlon nach 15 Jahren immer noch so überragend finden kann.

 

Zwei gute Gründe:

1. Viele nette Leute

2. Spaß an Schmerzen

 

Die Woche begann am Sonntag mit dem Sassenberg Triathlon NRW Liga & Meisterschaft. Im Vorfeld hatte ich ziemlich viel Stress, schließlich hatte ich alles was ging auf die Zeit nach dem Ironman verschoben. Die wenige freie Zeit wurde auch nur bedingt zum Training genutzt und so kam es, dass ich nach einer Party morgens krank aufwachte. Da aber auf Grund von Arbeit und Uni nur wenig Ruhe drin war hielt diese Erkältung mit Unterbrechungen fast drei Wochen an. Erst am Samstag, als wir uns mit der Mannschaft trafen und den Tag in Münster bei Chrissi verbrachten ging es mir besser. Die Motivation konnte aber nicht über klaffende Lücken im Trainingsplan hinweg täuschen. Schwimmen war noch die Disziplin die ich mit rund zwei Einheiten in der Woche am häufigsten trainiert hatte. Währenddessen hatte ich in den sieben Wochen zwischen Regensburg und Sassenberg mickrige 350km auf dem Rad gesammelt.

Kurz nach dem Start im Feldmarksee war das Feeling aber voll da und ich erfreute mich daran endlich wieder richtig hinzulangen. Eine Zeit von 20:15min für 1500m ohne Wetsuit sind auch alles andere als schlampig für mich. Auf dem Rad wollte ich den Gashahn gleich voll aufdrehen, aber bei dem Verkehr, welcher bei sechs Startfeldern innerhalb einer Stunde und einer 14km langen Radrunde herrschte, war das Vorrankommen recht schwierig. Selbst auf der Überholspur knubbelten sich die Teilnehmer. Es wurde teils mit dreisten Abständen unterhalb von 1m gefahren. Die Ausrede, dass das nicht anderes gehen würde lasse ich einfach nicht gelten.

Ich hatte Diederiks PowerTap geliehen und verfüge damit nun über den Gegenbeweis – 325 Watt normalised Power ebenfalls wenig schlampig. Trotz lutscherbedingten Radzeit Nummer 20 fand ich mich nach der zweiten Disziplin auf dem zweiten Rang wieder. Den Lauf konnte ich bis Kilometer acht zufriedenstellend gestalten. Gerade als ich mich zum letzten Gefecht mit Daniel Mehring wappnen wollte stürzte ich aber auf einer der vielen Offroadpassagen. Grund und Folge sind erneute Probleme mit den Außenbändern. Nach meinem schweren Umknicken im Winter ist der Fuß manchmal einfach ziemlich instabil. Die letzten Kilometer schleppte ich mich unter starken Schmerzen als vierter Gesamt und dritter der NRW Meisterschaft ins Ziel. Auch wenn es vom Rennverlauf nicht optimal lief und der Fuß schmerzte war ich einfach euphorisch back in business zu sein und endlich wieder mich schinden zu dürfen. Das Ergebnis kann sich nach den Vorwochen auch sehr gut sehen lassen.

Das Schinden ging diese Woche dann gleich weiter. Trainer Nedim hatte "All you can eat" befohlen, also: Umfang! Einziges Kontrastprogramm zu vielen langen und überwiegend lockeren Einheiten bildete am Donnerstag Abend ein sehr feines Rennen im Düsseldorfer Norden. Beim DEATH PEDAL - GUERILLA BIKE SPRINT der TriRebels gab es keine lasche Lutscherei, sondern Leid und Lockerheit. In Eins-gegen-eins-DragRacing-Manier ging es 400m geradeaus. Der Sieger kommt weiter, der Verlierer darf sich verfrüht an den Grill stellen und zum Bier greifen. Nach der obligatorischen Tiefstapelei im Vorfeld konnte ich zu meiner eigenen und ehrlichen Überraschung nach fünf Siegen gegen Fixiefahrer, Triathleten und Radsportler das Finale erreichen, musste mich hier aber knapp geschlagen geben. Danach gab es noch kalte Getränke, Fleisch und Gespräche bis in die Nacht hinein. Das Startgeld betrug übrigens 0,- €. Das Buffet war gemeinschaftlich organisiert und die Stimmung entsprechend entspannt, überragend!

Die Woche beschloss ein Trainingswochenende in Arnheim und Huissen bei Evert, Diederik und Cornelis vom Team. Besonders die Rückfahrt hatte es in sich. Als ich eben nach vier Stunden wieder Uerdingen erreichte hatte ich genau 0 (in Worten: Null) Kilometer Rückenwind gehabt. Der Wind stand während der gesamten Tour nicht zu schwach und perfekt ausgerichtet in Richtung meiner Visage. Dadurch, dass ich meine Kleidung, Lauf- und Schwimmsachen in einem Rucksack beförderte erhöhte sich zusätzlich die Stirnfläche, der Spaß aber nicht unbedingt. Die Moral war nach einer erfolgreichen Woche und viel Spaß (mit Leuten die ich ohne Triathlon nicht kennen würde) aber noch voll da. Nach einem kurzen Snack ging es nämlich direkt noch für zwei Stunden aufs TT. Macht summa summarum sechs Stunden, davon nicht weniger als fünf mit Gegenwind. Man muss es lieben.

 

Fotos aus Regensburg, Buschhütten und vom Death Pedal Race könnt ihr jetzt in der Galerie anschauen.

Besonders die Buschhütten und Death Pedal Fotos sind ein Klick wert! Danke an die Fotografen Jan Schütt und David Rosenzweig.

 

Ergebnisse NRW Meisterschaft Kurz

Ergebnisse NRW Liga

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