Warum bisher kein IM Regenburg Bericht erschienen ist...

mit Vollgas in den Tunnel
mit Vollgas in den Tunnel

...und auch keiner mehr erscheinen wird:

 

Ich bin mit dem Rennen nicht zufrieden und weiß bis heute nicht wie es einordnen soll. Ich habe es nun lange sacken lassen und analysiert ob ich ein Traumtänzer bin, wenn ich mir 8:45 und TOP 15 vorgestellt habe, oder ob ich einen schlechten Tag hatte. Fast nebenbei hat es mit dem Lebenstraum schlechthin geklappt. Mit dem zweiten Platz in der M25 habe ich mir das Ticket nach Hawaii gesichert.

Den Ironman Hawaii habe ich 1995 das erste Mal verfolgt und seit dem kein Jahr ausgelassen. Schon in der Grundschule habe ich es aufgeschrieben, dass ich dort eines Tages starten werde. Für diesen Traum habe ich seit 1997 gearbeitet. Jetzt wird es klappen und ich habe mich im Ziel des Ironman Regensburg und in den Tagen danach irgendwie gar nicht richtig gefreut. Für viele bleibt ihr Traum vom Start auf der Insel für immer verwährt und deswegen schäme ich mich fast ein wenig, dass ich nicht sofort im Ziel oder bei der Slotvergabe Luftsprünge ausgeführt habe.

Das liegt neben schweren Beinen an zwei Dingen: Zum einen daran, dass ich seit einigen Jahren einen zweiten Traum habe und der heißt ganz klar: Profi werden! Nun fühle ich mich seit dem 17. Juni wieder ein wenig geerdet, was das angeht. Zwar bin zwischendurch mal bis auf Platz 5 overall vorgefahren, dafür habe ich aber das ganze restliche Rennen so sehr gebüßt, dass es 6 Stunden lang nur noch hieß: Schaden begrenzen. Die zweiten 90km fuhr ich 16min langsamer und verlor Platz um Platz und beim Laufen hatte ich das Gefühl am Boden zu kleben - ganz bittere Erfahrung.

Zum anderen war mir im Ziel des Ironman Regenburg noch nicht klar, dass ich wirklich fliegen werde. Zu schlecht sah meine finanzielle Situation in den letzten Jahren und Monaten aus. So ein Start kostet für mich inklusive Begleitung mal locker 5000€. Wenn das Konto aber manchmal schon ab dem 20. des Monats im Minus ist glaubt man eben nicht an eine Reise ans andere Ende der Welt.

 

Auf Grund dieser Ambivalenz in der Einordnung hab ich einfach bisher nicht die richtigen Worte gefunden. Den ausführlichen Rennbericht, den ich schon am Montag nach dem Rennen fertig hatte hab ich wieder verworfen und werde lieber demnächst weitere Blogs folgen lassen, die den Blick nur noch nach vorne richten!

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Chris (Samstag, 21 Juli 2012 12:02)

    Di weißt natürlich, dass Du richtig gut bist und bist am Ende enttäuscht, dass es nicht mit Vollgas durchzuziehen war.
    Da hast du was mit Timo Bracht (Roth) gemeinsam. Ich bin sicher, dass Dich diese Motivation weiterbringt, also hast du Recht ab jetzt nur noch nach vorne schauen. Am 13.10. gibt es nette Holzschalen zu gewinnen, da wirst Du Dir eine sichern!

  • #2

    Marius (Donnerstag, 26 Juli 2012 13:04)

    Hey Matthias!
    Du warst doch von deiner Top 15 gar nicht so weit weg - 8min. Mit 8:45 wärst du sogar 5. geworden.
    Dafür, dass du - wie du gesagt hast - am Anfang überzogen hast ist das Resultat doch super. Nächstes mal einfach ein bisschen mehr geduld und dann klappts mit der Top 10.
    ...und vorher erstmal auf Hawaii unter die besten 3 Amateure.
    Das Rennen ist denke ich kein Grund um furchtbar deprimiert zu sein. 9:11 an einem schlechten Tag ist nichts worüber man traurig sein muss. In Roth wäre es wahrscheinlich sogar noch <9h geworden.

  • #3

    matthias-epping (Montag, 30 Juli 2012 18:33)

    danke für die Kommentare!

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