Quo vadis?

the boys
the boys

Lange Pause auf Triathleten Homepages bedeuten immer entweder, dass man sich gerade in einer kritischen/intensiven Phase der Vorbereitung befindet und keinen Kopf fürs Schreiben hat, oder eben, dass man keinen Nerv hat, weil alles irgendwie schief läuft. In letzter Zeit war beides eindeutig als Grund vorhanden.

Die letzten Monate war geprägt von vielen kleinen Verletzungen. Alle haben eine Ursache: Zu wenig Zeitfenster oder daraus resultierend zu wenig Regeneration.
Da ich mich entschlossen habe durch einen Studienortwechsel meine akademische Karriere doch mal eine Spur ernsthafter zu verfolgen bin ich jetzt für zwölf Stunden in der Woche mit Uni beschäftigt. Hinzu kommen 10-20 Stunden Arbeit. Wenn man sich zusätzlich noch zehn Stunden mit der Deutschen Bahn rumschlägt, dann werden die Zeitfenster schon enger. Auch die Feste der überwiegend nicht dreifach (swim-bike-run) verstrahlten Freunde müssen gefeiert werden wie sie fallen.

Pang!
Pang!

Wenn dann das Wetter nicht so pralle ist, aber der Dienstagmorgen die einzigen Tageslichtstunden unter der Woche bietet, wird halt dann trainiert. Verhängnisvoll, wenn dann noch vereinzelt die Straßen vereist sind. So geschehen an einem kühlen Dienstagmorgen im Januar. Mein Radsturz auf die Hüfte zwang mich zu einer Woche Trainingspause. Doch im Nachgang stellte sich die zunächst für eine harmlose Prellung gehaltene Verletzung als etwas komplizierter heraus.
Als ich nach Wochen immer noch nicht richtig Trainieren konnte und ich in Holland Freunde besuchte konnte ich die Gelegenheit nutzen und die dortige Physiotherapeutin Marijan aufsuchen. Sie äußerte den Verdacht, dass die Hüfte sich verschoben hatte und die Muskeln versuchen sie in Position zu ziehen – daher die Verhärtungen. Sie hätte aber nicht genug Kraft um den Ausgangszustand herzustellen. Wenige Stunden später war Walther da. Walther war ein amerikanischer Physio der den Knüppel aus dem Sack regieren ließ. Nach 20 schmerzvollen Minuten ging es mir tatsächlich besser.
Morgen bin ich bei einer Osteopathin in der Hoffnung dort weitere Beweglichkeit zu erreichen.

Da ich mir kurz nach dieser Verletzung noch eine Bänderdehnung zu zog, als ich im Dunkeln umknickte, war die Laune im Frühjahr entsprechend schlecht -> Also kein Blog. Linderung, auch bei meinem Reizknie erhielt, ich glücklicherweise von meiner Heimphysio Sonja, sodass ich die meisten Einheiten doch durchziehen konnte.

Streifenhörnchen mit Bandana
Streifenhörnchen mit Bandana

Einigermaßen eingestellt ging ich dann Anfang April ins Trainingslager – natürlich wild entschlossen die Versäumnisse mit der Brechstange nachzuholen – doch das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Eine durchwachsene erste Woche mit einigem Regen machte langes Radtraining unmöglich. Dann folgte ein verhängnisvoller Tag in Portocolom beim TriStar. Bei 11°C und Regen supporteten wir Diederik und Cesar. Ich fühlte mich an den vergangenden Juli erinnert, wo ich im Rahmen eines sehr läßigen 20 Stunden Trips mit meinem Kumpel Niclas den Ironman Germany besuchte. Damals zog ich mir eine Halsentzünung zu die mich schlußendlich die Saison kostete und tatsächlich, nach Monaten im deutschen Winter die ich ohne Erkältung auskam, fing ich mir auf Mallorca eine Halsentzündung ein. Krank im Trainingslager – Alptraum!
Nach drei Tagen Ruhe war ich aber schon wieder gut hergestellt und wir hatten noch eine gute Woche, in der wir auch gut Umfänge reingepackt haben. Leider streikt meine Schulter unter der Last von Kraft- und Schwimmtraining mal wieder. Eine Folge meines nicht richtig verheilten, weil nicht erkannten, Schlüsselbeinbruchs von 2009. Nerven blank -> kein Blog.

Als positives Highlight gabs dann das Abschluß Barbecue im Penthouse bei den Jungs mit Blick über die Bucht von Palma. Mit dabei Trainingsbier und gute Stimmung. Den abschließenden Besuch im Oberbayern hätte ich mir aber vielleicht besser gespart. Nicht nur, dass das Weißbier nicht aus Bayern kam, sondern aus Kreuztal (ein Omen für Sonntag?) und sechs Euro kostete, sondern vor allem dass die Regeneration beleidigt war und die Arbeit einstellte.

zwemmen
zwemmen

Heute am Dienstag wollte ich eigentlich nach vier ruhigen Tagen beim Duathlon Mönchengladbach starten, das Feeling ist aber mehr als mies und an Training oder Wettkampf ist gar nicht zu denken.

Mit Hinblick auf den 06.05 lautet die Antwort auf die Frage "Quo vadis?" wohl eindeutig: „Venio Romam (i.e. Buschhütten) iterum crucifigi.“

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