Gütersloh Up and Down

Kool & The Gang
Kool & The Gang

Samstag

11:30 Uhr. Ich breche das lockere Schwimmtraining ab. Zum zweiten Mal diese Woche schon. Zwei weitere Einheiten habe ich komplett gestrichen. Ich bekomme überhaupt keine Luft. Vielleicht Erkältung, vielleicht Allergie, vielleicht beides. Die Stimmung ist entsprechend schlecht.

 

Sonntag

5:20 Uhr. Der Wecker klingelt sehr früh weil ich eine Fahrgemeinschaft mit Tobi und Fritz habe, die schon eine Stunde vor mir starten. Die Stimmung ist im Keller.

 

6:00 Uhr. Ich will das Rad verladen und bemerke einen Platten im Hinterrad. Zurück in die Wohnung geht nicht mehr. Die Stimmung geht durch den Kellerboden mit Kurs auf den Erdkern.

 

8:15 Uhr Nordbad Gütersloh. Es gibt einen Bikeservice vor Ort, der mir mit einer Zange aushelfen kann um den Ventilverlängerungsadapter zu tauschen. Beim Mantel drauf ziehen bemerke ich eine verdächtige Stelle und kaufe vorsichtshalber einen neuen Mantel – ohne Geld. Bezahlen darf ich von zu Hause aus, die Jungs schenken mir ihr Vertrauen. Die Stimmung bessert sich erheblich.

Meine Bahn: Ein Bild mit Symbolcharakter.
Meine Bahn: Ein Bild mit Symbolcharakter.

 

10:15 Uhr. Start. Alle Absprachen funktionieren wie immer perfekt…nicht. Totales Chaos auf der Bahn, alle 9 Starter sind gleich schnell. Hinter drei Paar Füßen schwimmt es sich entspannt - zu entspannt. Ich versuche mich an die Spitze der Gruppe zu setzten komme aber nicht vorbei und trage somit zum Chaos bei. Nach zwei Versuchen gebe ich auf und finde mich mit einer durchwachsenen Schwimmleistung ab. Stimmung: Könnte schlechter sein, aber auch besser.

 

10:30 Uhr. Rad. Ungeliebtes Windschattenformat welches sich umgekehrt zu meinen Stärken verhält, aber 15min im roten Bereich mit einigen extremen Wattspitzen reichen aus um die erste große Gruppe zu erreichen. Das Rennen verläuft ähnlich wie im letzten Jahr. Unrhythmisch und mit einigen heiklen Situationen und Stürzen kommt es schließlich zum Zusammenschluss einer großen Führungsgruppe. Die Stimmung ist stabil, aber nicht rosig.

 

11:23 Uhr. Fehler. Ich hatte im Kopf den Wendepunkt mit dem Radabstieg gleichgesetzt. Von da aus sind es aber noch gut 400m zu fahren. War ich am Wendepunkt noch vorne und damit in guter Position fürs Laufen, werde ich nun noch mal durchgereicht und gerate in den obligatorischen Stau am Wechselzoneneingang. Stimmung: Arrrrgh!

 

11:50 Uhr. Der Lauf begann schlecht und wurde schlechter. Lungenschmerzen lassen mich ans Aufgeben denken. Nach der schlechten Woche, habe ich Angst meinem Körper zu viel zuzumuten. Aber ein Zurück gibt es nicht, denn Cesar hat inzwischen das Rennen verlassen und er ist damit das Streichergebnis. Es bewahrheitet sich in der Folge der Spruch: „Free your mind and the legs will follow“. Einmal den Kampf angenommen kann ich zwei Attacken von einem Potsdamer Athleten parieren und einen weiteren Athleten kassieren um mich schließlich im Zielsprint gegen die Gruppe durchzusetzen (Platz 22). Stimmung nach all den Querelen: Yeah!

 

12:15 Uhr. Ergebnisse sind da. Matthias, Matthias, Stephan, Diederik und Cesar gewinnen das Rennen mit Platzziffer 63 vor Buschhütten (71) und Mitteldeutschland (72). Stimmung: Yeah Yeah Yeah!

 

16:20Uhr. Nach endlosen Warten auf die Siegerehrung geraten wir in einen 30 minütigen Stau…zur Stimmung sag ich nix mehr.

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Kommentare: 2
  • #1

    Manuel (Dienstag, 24 Mai 2011 11:16)

    super gut geschrieben. Ich mag deine Art wie du deinen Blog führst :) - Gratulation zum Sieg

  • #2

    Klaas (Dienstag, 24 Mai 2011 12:47)

    Überragende Berichterstattung!

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