Ein schlechtes Hitzerennen mehr...

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Maik Petzold hat sich mit meinem Duschgel geduscht! Der lange Smalltalk mit dem Dritten der WCS von 2009 war auch schon das Highlight des letzten Sonntags. Denn sportlich konnte ich keine wirklichen Ausrufezeichen setzten. Trotz erhöhtem Aufwand bin ich ergebnistechnisch auf der Stelle getreten. Offiziell steht wieder Platz 19 zu Buche, wenn man den Herrn der wohl unbemerkt von Zeitnahme und Wettkampfgericht zu früh ins Ziel abbog (3min schnellerer Lauf als Kienle) heraus rechnet ist es Platz 18. In einem nochmals besseren Feld als in den Vorjahren eigentlich keine Schande. Allerdings war von der Form her deutlich mehr drin.

Hauptproblem: Völlige Dehydration auf der Laufstrecke. Ich hatte schon Tage vorher Probleme mit der Flüssigkeitsaufnahme, ich konnte meinen Durst überhaupt nicht stillen. Im Wettkampf äußerte es sich dann darin, dass aufgenommene Getränke zwar den Bauch erreichten dort aber nur herumgluckerten und Krämpfe verursachten. Die ca. 27°C kamen mir vor wie 40 und der Gedanke ans Aussteigen keimte die ganze Laufstrecke über in mir. Im Ziel war ich absolut leer. Ich fühlte mich nicht wie nach einer KD, wo mir sonst immer Muskeln und Lunge brennen, sondern wie nach Roth. Kopfschmerzen, Sichtprobleme und sogar ein wenig blutiger Husten im Ziel waren die ernsten Anzeichen, dass irgendwas schief gelaufen war. In den folgenden 20 Stunden nach Zieleinlauf trank ich circa 6l und verspürte dennoch kaum Harndrang. Einen Erklärungsansatz für die grottige Laufperformance hab ich also schon mal.

Ein solcher fehlt aber fürs Schwimmen, keine Power und kein Wassergefühl resultierten in der persönlich schlechtesten Schwimmleistung in Buschhütten. Hätte Niklas nicht noch 550m Wasserschatten gespendet, ich wäre wohl noch später dem Wasser entstiegen. Wenn man erst nach fast 14min die Zeitmessung erreicht, dann muss man in Buschhütten eigentlich gar nicht mehr losradeln. Vorne finden sich die Gruppen und auch wenn es dieses Jahr relativ fair zuging hatte es kaum Zweck nachzusetzten. Pausenlose Überholvorgänge an der Spitze entwickeln ihren eigenen Sog, ohne dass jemand betrügt oder vorsätzlich lutscht. Sehr deprimierend, denn meine Radperformance lag mit über 42km/h im Schnitt bei starken Wind in sehr zufriedenstellenden Bereichen. Dass man dabei dann aber selbst von Verfolgergruppen noch 3-4min aufgebrummt bekommt frustriert ungemein. Maik Petzold fragte mich nach meiner Wattleistung. Die hätte mich auch mal interessiert, aber leider fehlt die Kohle für ein Messgerät (Hilfe! Oppi!?). Die Leistung jedes Athleten in Ehren, denke ich aber dennoch, dass es mit einer Schwimmzeit von unter 13min auch fast automatisch für eine Radzeit in den Top 10 hätte reichen können. Und da ist es das böse Wort: „Hätte“.  Und daher hilft auch als lamentieren nicht. Es liegt jetzt an mir zu zeigen, dass meine Form, besonders im Laufen, viel besser ist als letztes Jahr. Am Wochenende hab ich schon die Chance dazu. Der Mannschaftssprint in Gladbeck wird hoffentlich ein Ventil sein für den Frust, der immer noch ziemlich tief sitzt.

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Kommentare: 1
  • #1

    fritz (Mittwoch, 11 Mai 2011 13:33)

    Kopf nicht hängen lassen
    das wird schon

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