Matsch-schaftssprint

Die Vorzeichen für den Teamsprint über 750 – 20 – 5 waren alles andere als gut. Dass für den Renntag Regen und jede Menge Wind angesagt waren störte mich weniger, als die Probleme die meine Wade seit vergangener der Woche gemacht hatte. Nach einer Radausfahrt am Dienstag zog ich die Reißleine und trainierte gar nicht mehr bis zum Sonntag. Ich war schon oft mal nervös vor wichtigen Rennen gewesen, aber dieses Mal hatte ich Angst. Angst mein Team im Stich lassen zu müssen, weil der Körper nicht will. Denn es war klar, dass der angeschlagene Heiko nicht laufen würde können und wir zu viert durchkommen würden müssen. Zum Glück bin ich einfach eine Rennsau. Wenn der Schuss fällt weiß mein Körper was zu tun ist und Schmerz unterdrücken kann ich sowieso gut. Auf den ersten Metern im E-See gab es praktischerweise dann dazu gleich noch ordentlich auf die Fresse und so konnte ich erst Recht auf Race-Mode umschalten. Adrenalin, Norepinephrin & Co sei Dank.

Das Schwimmen lief durchwachsen, aber für Neo-Schwimmen war es ok. Nach 9:28min für 750m gingen wir aufs Rad. Der Express rollte von Anfang an ziemlich gut. Während Marcelo, Stephan und ich ungefähr gleich viel arbeiteten versuchte Lukas sich zu schonen und Heiko sollte sich als Nichtläufer ordentlich im Wind verbrennen. Die anderen Teams waren hauptsächlich mit jungen Draftingathleten, also Schwimmer-Läufern, bestückt und so konnte uns niemand folgen und wir führten das Rennen zum Beginn des Laufs mit Radbestzeit an. Dank meiner durchwachsenen Schwimmleistung und meinen schnellen Wechseln, steht auch noch die persönliche Tagesbestzeit auf dem Rad  für mich zu Buche. Im Teamsprint nicht wirklich vielsagend, liest sich aber immer gut.

Als erster ging ich auf die teilweise matschige Strecke und kann so mal von mir behaupten, dass ich ein DTL Rennen angeführt habe. Der Rest des Laufs war recht bitter, da wir noch 6 Teams vorbeilassen mussten. Youngster Lukas, ohnehin schon unser schwächster Läufer, hatte auf dem Rad schon ordentlich Federn lassen müssen und so musste ich etwas machtlos mit ansehen wie die anderen von dannen zogen. Allerdings kann man Lukas keinen Vorwurf machen. Wenn ich daran denke wie es um meine Radhärte bestellt war, als ich grade mal 18 Lenze auf dem Buckel hatte. Da hätte ich wohl am Sonntag direkt nach dem Aufspringen aufs Rad wieder ausrollen lassen können. Lukas litt, mit Stephans Hand im Rücken, jedenfalls vorbildlich und sicherte so einen soliden Platz 7 ab.

Mit meinem eigenen Rennen bin ich zufrieden. Auf dem Rad fühlte es sich, trotz rasanter Fahrt, immer noch recht entspannt an und beim Lauf merkte ich den Erfolg des Tempotrainings der letzten Wochen. Trotz einem hartnäckigen Ziehen in der Wade hätte ich mir zugetraut die 5km noch ein bis zwei Minuten schneller runterzubringen.

 

 

Bilder von Alex Bolt gibts hier.

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