Blood, Sweat & No Tears in Hückeswagen

3 6/7 Wochen war Roth her da hieß es gestern wieder Schwimmen Radfahren Laufen direkt hintereinander.

In den letzten Wochen stand endlich wieder weniger Sport, weniger Schlafen und mehr „normale Sachen“ machen auf dem Plan. Dass diese Sachen in den letzten Wochen vor Roth leiden mussten tut mir immer Leid, dafür ist es dann umso schöner wenn man mal um 6 Uhr mit mehr als zwei bis drei Bier ins Bett fällt und kein schlechtes Gewissen hat. Die Krönung ist natürlich erreicht wenn das Ganze noch ungedehnt und ohne den täglichen Schluck aus der Pulle Franzbranntwein geschieht.

Jedenfalls war dann gestern wieder serious Business angesagt und ich war trotz einer gewissen Müdigkeit im Vorraus schon wieder richtig heiß. Bei allem „Wein, Weib und Gesang“, welche fraglos immer phantastisch sind, muss ich mir dann doch eingestehen, dass es am Ende „Schwimmen Radfahren und Laufen“ sind die mich richtig kicken.

Auf der zwei Kilometer langen Schwimmstrecke, die leider im Neo geschwommen wurde, konnte ich mich in der Spitze positionieren und stieg nach schnellem Wechsel als fünfter aufs Rad. Dass ich zwischenzeitlich einen Kajakfahrer für eine Boje hielt und ein wenig vom Kurs abkam bleibt nur eine Randnotiz. In der ersten Kurve, nach 500m, hatte ich bereits zur Verfolgergruppe aufgeschlossen. Während alle rechts abbogen rutschte ich geradeaus. Da ich meine Steuerkünste, nicht ganz uneitel, als sehr gut einschätze und auch das Tempo verglichen mit der anwesenden Konkurrenz nicht zu hoch war vermute ich, dass ein vom Morgentau nasser Fahrstreifen für meinen Sturz verantwortlich gewesen sein könnte. Ich berappelte mich und wollte das Rennen sofort fortsetzten, da ich ausser einem bösen Schnitt im linken Bein (Flaschenhalter? Pedal?) und mehrere Schürfwunden keine Schmerzen verspürte. Leider brauchte aber meine bessere Hälfte (Cannondale Slice) meine Aufmerksamkeit (Meine noch bessere Hälfte (Jenny) war nicht anwesend, da sie arbeiten musste. Hatte ja erst Donnerstagnacht vom Start erfahren). Der Lenker stand, genau wie die Bremsen quer und die Kette war verklemmt. Zum Glück gehöre ich zu den Idioten die 100 Rennen lang ein unnützes Multitool und damit zusätzlichen Ballast, die Berge hochwuchten. Im 101 Rennen konnte ich es jetzt brauchen. Nach fünf Minuten Reparatur schwang ich mich noch immer zitternd vom Adrenalin wieder in den Sattel. Doch bereits vier Kilometer weiter stand ich wie der letzte Depp am Berg wieder neben dem Rad. Durch den Sturz auf die rechte Seite hatte die Schaltung einen Schlag mitbekommen, die Kette wollte einfach nicht runterspringen und so stand ich mit 54/14 oder 15 im Gegenhang und bekam die Kurbel nicht mehr rum. Also absteigen, von Hand runter schalten, die Schaltung nachstellen und Anfahren am Zehnprozenter. Die ersten 15km waren ein einziges Debakel, nicht nur wegen der zwei Zwangsstopps, sondern auch weil jede Kurve übervorsichtig genommen wurde. Dann kam aber die jetzt-erst-recht-Mentalität durch und ich pflügte durch das Feld der Regionalliga und der NRW-Liga. Der sehr anspruchsvolle Kurs machte mir natürlich nicht viel Spaß. Erstens fürchtete ich einen zweiten Sturz auf den mit Schlaglöchern übersäten Abfahrten und zweitens spürte ich die Wunden immer mehr. Allerdings war es auch mal lustig beim Radfahren rund 100 Leute zu überholen. Die Beine waren so gut wie seit Kulmbach nicht mehr und es hätte wohl locker für unter zwei Stunden gereicht, hätte ich nicht zweimal pausiert und die erste und zweite von vier Runden im Hosenscheisser-Modus absolviert. Naja - Hätte Wäre… .

Beim Laufen hatte ich besonders beim Bergablaufen starke Schmerzen, konnte aber einen guten Tritt finden. Nach der langen Laufpause im Winter zeigt die Tendenz  immernoch nach oben, obwohl inzwischen das Ende der Saison naht.

Den Halbmarathon, der kein ganzer halber war, konnte ich in 01:22h runterbringen und quälte mich dabei nicht zu 100%. Das hatte ich so mit Captain Triguru besprochen um nicht zu müde für die Sprintdistanzen in Krefeld (zweite Buli) und Ratingen (NRW Meisterschaft SD) zu sein. In der NRW Liga wurde ich neunter und gleichzeitig NRW Meister M20 Mitteldistanz.

Rein Sportlich gesehen war Hückeswagen 2010 ein ziemlich guter Wettkampf der mir wieder zeigt, dass meine Stärke eindeutig auf längeren Distanzen mit vorzugsweise welligen Radkursen liegt.

Jetzt muss ich nur noch einen Anbieter finden der Stützräder herstellt die an ZIPP Schnellspanner passen.

 

 

 

Niklas Greeven - What a man!

Nein das ist keine Werbung für Aquaman, Zoggs oder Nike, sondern mein immer freundlicher Trainingspartner Niklas. Oben übrings auch auf dem dritten Platz zu bewundern.

An alle Sponsoren dieser Welt, schnappt ihn euch, der Mann ist noch zu haben!

Dieses geile Foto stammt von Sportograf.

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Kommentare: 2
  • #1

    Philipp (Montag, 16 August 2010 00:07)

    Dieses Foto ist echt geil!

  • #2

    Manuel (Freitag, 20 August 2010 10:12)

    Hoffe deinen Knochen geht es wieder besser? Hat das Carbon den Aufprall überstanden?

    Grüße aus dem Münsterland

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