Lift your head up high (and blow your brains out)

Dieses Lied aus dem Jahr 1996, welches ich auf der Hinfahrt nach Gütersloh hörte, sollte ein wenig zum Motto des Tages werden. Zwar lautet die Zeile zuvor: "So save the planet and kill yourself" und ganz so weit wollte ich es dann nicht treiben, aber ich war mal wieder nah dran.

Nach zwei viel zu kurzen Nächten und ohne Regeneration stand ich also an der Startlinie der Olympischen Distanz in Gütersloh. Während das Schwimmen in Kulmbach noch zu den heftigsten Schlägereien gehörte die ich je erleben durfte, bot Gütersloh das Kontrastprogramm. Die Absprachen vor dem Start funktionierten und so konnte ich im Wasserschatten schwimmend ziemlich locker eine gute 13:20min erzielen. Auf dem Rad arbeitete ich zunächst sehr viel, wurde dann aber nach der Hälfte des Rennens von Captain Heiko Tewes nach hinten beordert. Das Tempo machte mir keine Sorgen, höchstens die Fahrweise einiger Konkurenten und so kam es auch zu mehreren Stürzen. Zitat Kane Simpson, in wunderschönem australischen Slang: "These guys are crazy!". In den letzten Kurven...

...drängelte ich mich nach vorne und lief als siebter aus der circa fünfzigköpfigen Spitzengruppe in die Wechselzone.

Das Laufen aus einer großen Gruppe raus ist immer wieder toll. Nirgendwo sonst bekommt man so schnell ein Feedback über seine Leistung. Ein kurzer Moment der Schwäche und schon wird man überholt. Reißt man sich aber am Riemen und läuft in den viel zitierten Tunnel, gehts sofort wieder ein Stück vorwärts. In diesem Sinne versuchte ich also mein Kopf zu heben und mir das Gehirn rauszublasen. Was auch sehr gut funktionierte. Vom Radabstieg bis ins Ziel benötigte ich 36:42min, was auf eine reine Laufzeit von 35:xx hindeutet. Mit der Vorbereitung ein super Ergebnis und auch der 22. Gesamtrang in einem solchen Feld stimmen mich zuversichtlich. Die Form kommt...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Events

 

aktuell (Jan 2018)
Verletzungspause

 

Instagram