MISSION ACCOMPLISHED! 7.Platz bei der Deutschen Meisterschaft MD.

by David Herrera
by David Herrera

Kulmbach ist geschafft und damit auch ein wichtiger Schritt Richtung Roth. Das Rennen lief alles andere als optimal, dennoch bin ich sehr zufrieden.

Das Schwimmen verlief schon schlecht. Ich erwischte wegen dem, eigentlich schon obligatorischen, Frühstart eine schlechte Position und war mitten im Geprügel. Wie ich nach dem Rennen hörte erging es aber vielen noch schlechter. Ich erreichte mein Rad erst nach 29:53min, was auch auf eine zu lange Schwimmstrecke hindeutet. Nach knapp 5km überholte mich bereits Wolfgang Teuchner. Ich nahm seine Pace erst mal auf und besonders in den Bergaufstücken konnte ich zunächst gut folgen. Als wir dann mit 70km/h in eine Ortsdurchfahrt schossen gab es einen heftigen Knall und ich wahr froh, dass es nur meine Gelflasche war die über den Asphalt rollte und nicht ich oder Teile meines Rads. Ich hatte wohl ein größeres Schlagloch...

WO IST MEIN BIER ???
WO IST MEIN BIER ???

  ...übersehen. Zum Glück hatte ich mir einen ganzen Riegel aufs Oberrohr geklebt und so war ich einigermaßen versorgt.

Nach 15km schob sich die Gruppe mit einigen Favoriten und Clemens Coenen von hinten ran. Also war mein Schwimmen wohl doch nicht so schlecht gewesen?! Allerdings hatten sie auch einen sehr peniblen Kampfrichter im Schlepptau, der erst mir, dann Clemens Coenen und schließlich Daniel Wienbreier eine vierminuten Zeitstrafe aufbrummte und das jeweils in Bergaufpassagen und obwohl die Gruppe die ganze Zeit nach bestem Gewissen fuhr. Danach hielt ich eher 15-20m Abstand um einer DQ zu entgehen. Mitten in der letzten Runde tauchte dann Commerzbank-Gelb vor uns auf. Wir hatten Topfavorit Markus Fachbach eingeholt. Meine Beine waren noch echt gut und besonders bergauf fühlte es sich sehr gut an. Mit dem Wissen, in T2 sowieso vier Minuten warten zu dürfen gab ich also Gas und setzte mich an die Spitze der Gruppe. Nach zehn Minuten Vollgas wagte ich einen Blick nach hinten. Niemand. Wie im Rausch knallte ich also nach Kulmbach rein und erblickte kurz vor der zweiten Wechselzone auch noch den zweiten, Horst Reichel, vor mir. Nur Wolfgang Teuchner hatte heute den Weg zwischen den Wechselzonen schneller zurückgelegt als ich. Diese Flucht nach vorn, war vielleicht nicht lehrbuchmäßig, hat aber viel Freude bereitet und war ein gutes Ventil für die Wut über die Zeitstrafe (41,3km/h Schnitt).

Der Lauf begann gut. Keine großen Beschwerden. Ich fand meinen Rythmus. Am Wendepunkt hatte ich die 30 Minuten vor mir gestartete Andrea Steinbrecher überholt, meine Pace war also gut und auch Clemens Coenen kam nicht näher, er hatte aber wohl auch einen schlechten Tag.

Nach 10km hörte ich es in Form von matschenden Geräuschen und wenige Minuten später sah ich es auch. Blut! Die Schotterstrecke ohne Socken zu laufen war die falsche Entscheidung. Ich quälte mich gen Ziel und kämpfte dabei besonders gegen die starken Schmerzen an den Füßen und die Hitze. Drei Kilometer vor dem Ziel kollabierte ich fast. Ich merkte wie ich immer wieder kurz Schwindelattacken bekam.

Doch dann war ich da. Siebter Platz insgesamt und dritter in der AK. Was für ein Rennen!

Das Rennen gibt mir jetzt sehr viel Selbstvertrauen, denn ich hatte keine Probleme mit dem Magen oder dem Rücken und hab gezeigt, dass ich auch bei Hitze gute Leistung bringen kann. Vor allem aber kann ich mir Hoffnung machen in den nächsten Jahren, bei entsprechendem Aufwand, mit den Großen auf den längeren Distanzen mithalten zu können.

Nach und während dem Rennen wurde ich wiedereinmal von meiner Freundin umsorgt und so fühle ich mich heute schon wieder fast hergestellt und bin bereit für das nächste Rennen in Gütersloh. Da werden allerdings ganz andere Qualitäten gefragt sein. Denn das ungeliebte Draftingformat ist angesagt...

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Chris (Mittwoch, 09 Juni 2010 08:18)

    Starke Leistung, Du bist als Dritter in T2 eingefahren?

  • #2

    Jens (Mittwoch, 09 Juni 2010 21:34)

    Ganz ganz starke Vorstellung! Ruf mal an ich erreich dich nicht!

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