Mo
14
Mai
2012
Die Form kommt. Gestern in Gladbeck habe ich mich schon frischer als in Buschhütten gefühlt und konnte auf dem Rad und beim Lauf meinem Team im Mannschaftssprint der NRW Liga sehr gut helfen. Beim Schwimmen fehlte mir noch das Wassergefühl, was auch mit meinen anhaltenen Schulterproblemen zusammenhängt. Vorne hatte Lukas aber gut Tempo gebolzt, sodass wir mit Tagesbestzeit nach 550m aufs Rad gingen. Das Rennen hatten wir am Tag zuvor mit Pasta Party und Besprechung bei mir mustergültig vorbereitet. Das zahlte sich beim Radfahren aus. Insbesondere die Ablösungen und das Anfahren der vielen Kurven klappte hervorragend. Im Laufen durfte ich dann Max und vereinzelt auch Niklas anschieben, eine neue und spaßige Erfahrung. Die Zwei litten vorbildlich und wir konnten mit sieben Sekunden vor Münster den Tagessieg verbuchen! Danke auch an die Bayer Support Crew und alle die uns Abstände durchgegeben haben.
Jetzt beginnt die letzte heiße Phase für Regensburg. Ein paar lange Einheiten und das Rennen in Darmstadt stehen jetzt nur noch zwischen mir und dem Saisonhöhepunkt. Bereits heute stehen fünf Stunden Rad mit insgesamt 135min Kraftausdauer auf dem Plan.
So
06
Mai
2012
Die Korrelation zwischen "Zeitpunkt des Erscheinens eines Blogs" und "Zufriedenheit mit dem Rennen" ist stark negativ, will heißen je schneller hier nach einem Rennen was steht umso besser.
Vor etwas mehr als vier Stunden bin ich in Buschhütten ins Ziel gelaufen und jetzt ist der Blog da - Lief also wohl ganz gut.
Ich bin seit zehn Tagen wieder da von der Insel und habe seitdem fast gar nicht trainiert, so "schoko" hat mich das Trainingslager gemacht. Das Gespenst Übertraining ging um und ich war doch sehr skeptisch was den 6.Mai anging (daher auch DNS in M´gladbach). Zwei mal bin ich letzte Woche sogar mit Krämpfen in der Nacht aufgewacht. Heute lief es zu meiner Überraschung aber ziemlich rund.
Besonders der Rennverlauf war es aber, der mein Ergebnis entscheidend mitprägte. Im Vergleich zu den Vorjahren war ich endlich mal auf einer vernünften Schwimmbahn, wo es zwar ein wenig Haue aber dafür auch feinen Wasserschatten gab. 12:49 für 1000m sind sehr erfreulich. Nach 13:08 war ich an der Matte - dagegen steht eine 13:52 in 2011.
Di
01
Mai
2012
"An uns verdienen die nix!"
Diese Maxime beschreibt eine Nichtabdeckung der Übernachtungs- und Personalkosten in Hotels die durch den übermäßigen Anstieg der Lebensmittelkosten, die ein Gast verursacht, erreicht wird.
Normale Mallorcatouristen und Triathleten vereint in der Regel nur eines: Sie wollen der König vom Buffet werden und, auch damit, ihren Körper zu Veränderung bewegen. Formzuwachs (i.e.
Übertraining) und geringer KFA die Ziele der einen; Fettleibigkeit und Leberzirrhose die der anderen. Anders ließe sich das Verhalten von 90% der in drei Sterne Hotels hausenden Kundschaft
(Motto: "Ich habe bezahlt, ich darf mich aufführen wie Sau und den Kellner in meinem Heimatidiom anschnauzen!") nicht erklären.
Um eine Chance gegen Senioren, Junggesellenabschiede (gerne in peinlicher Einheitskluft), Kegelgruppen (ebenfalls Einheitskluft) und sonstiger Ballermannasis zu haben, gilt es sich taktisch klug
anzustellen – im wahrsten Sinne des Wortes. Lassen sie sich von einem Veteranen beraten, der schon viele Schlachten an den Buffetfronten geschlagen, zum Beispiel hier von mir.
Di
01
Mai
2012
Lange Pause auf Triathleten Homepages bedeuten immer entweder, dass man sich gerade in einer kritischen/intensiven Phase der Vorbereitung befindet und keinen Kopf fürs Schreiben hat, oder eben,
dass man keinen Nerv hat, weil alles irgendwie schief läuft. In letzter Zeit war beides eindeutig als Grund vorhanden.
Die letzten Monate war geprägt von vielen kleinen Verletzungen. Alle haben eine Ursache: Zu wenig Zeitfenster oder daraus resultierend zu wenig Regeneration.
Da ich mich entschlossen habe durch einen Studienortwechsel meine akademische Karriere doch mal eine Spur ernsthafter zu verfolgen bin ich jetzt für zwölf Stunden in der Woche mit Uni
beschäftigt. Hinzu kommen 10-20 Stunden Arbeit. Wenn man sich zusätzlich noch zehn Stunden mit der Deutschen Bahn rumschlägt, dann werden die Zeitfenster schon enger. Auch die Feste der
überwiegend nicht dreifach (swim-bike-run) verstrahlten Freunde müssen gefeiert werden wie sie fallen.
Fr
16
Mär
2012
Bei der Wahl zum Krefelder Sportler des Jahres, durchgeführt von der Westdeutschen Zeitung und der Sparkasse, belegte ich den fünften Platz.
Das ist nicht nur für mich persönlich ein großer Erfolg, sondern auch ein Erfolg für die Sportart Triathlon. Ich danke allen, die so fleißig abgestimmt haben!
Nachdem ich mich am vorletzten Montag im Rahmen eines Empfangs beim Bürgermeister bereits ins Buch der Stadt Krefeld eintragen durfte erfolgte mit dem sehr guten Platz unter vielen Weltklasse Athleten einer schöner Schlußstrich unter das Sportjahr 2011.
Gewonnen hat übringens mein Vereinskollege vom SC Bayer 05 Uerdingen Lukas Schmitz. Der 19jährige gehört zu den schnellsten 400m Läufern und Zehnkämpfern in Deutschland!
In der Galerie findet ihr Bilder der Ehrung sowie vom Empfang beim OB.
Des weiteren habe ich die Presse Sektion aufgefüllt und die Reihenfolge umgekehrt, sodass ab jetzt immer die aktuellesten Mitteilungen oben stehen.
Neu ist auch die Rubrik Kontakt, wo ihr auch meine Mappe runterladen könnt.
Di
13
Dez
2011
Es weihnachtet sehr und vielleicht braucht ja noch der ein oder andere triathletische Leser ein Geschenk.
Da ich Blogs nach dem Schema: "heute habe ich x km mit xy Puls trainiert und dabei hab ich mich xyz gefühlt" nicht besonders spannend finde habe ich mich entschlossen euch mit drei Buchrezension zu beglücken. Da das hier aber ein Triathlon Blog ist, werde ich euch auch drei Triathlon bzw. triathlonnahe Bücher vorstellen, denn Abhandlungen über meine zu letzt gelesenen Bücher (z.B. über das Lügen mit Zahlen oder Gesellschaftstheorien) würden die Leserschaft hier klar verfehlen.
1.
Trizophrenie
Sind Triathleten noch ganz dicht?
Auf den Spuren einer Obsession
von Jeff Mallett
Ein verlockender Titel und deswegen auch ein Weihnachtsgeschenk 2010, über das ich mich besonders gefreut habe. Meine Erwartung war, dass sich dem Wahnsinn mal aus philosophischer, soziologischer oder einer anderen Sicht genähert würde. Diese wurde leider enttäuscht.
Jeff Mallett erzählt auf 210 Seiten aus der Ich-Perspektive über das Leben eines Triathleten. Er selbst ist einer und kennt sich entsprechend mit allen Marotten unserer Gattung aus. Im wahren Leben (Was heißt schon wahres Leben?!) ist er auch Comiczeichner und hat sein Buch mit entsprechenden Zeichnungen versehen, welche ihm eine sehr genaue Beobachtungsgabe und Kenntnis der Materie bescheinigen. Ein Monopolymännchen, dass ein Zeitfahrrad aus der Wechselzone schiebt ist zwar nur wenig subtil aber allemal ein Schmunzeln wert. Aber genau hier liegt der Hund begraben. "Ja Triathleten geben viel Geld für ihr Material aus...Haha", "Alle Triathleten sind bekloppt und nervös vorm Start...hehe" und nicht zu vergessen "Jeder Triathlet hat nur das eine im Kopf und das fängt nicht nicht mit "S" sondern mit "T" an...hohoho!" All diese Sachen hat man irgendwie schon mal gehört und gelesen und so richtig lustig war es dann doch nicht. Möglicherweise ist das allerdings der deutschen Übersetzung geschuldet.
Wem kann man das Buch also schenken? Ich würde sagen: Anfängern, die mal in den Elfbeinturm Triathlonsport reingucken wollen und wissen wollen was überhaupt diese allumfassende Sportart ausmacht. Für alle anderen gibt es nicht viel neues zu lesen, das ein oder andere Mal kann aber sicher auch mal über sich selbst lachen.
Fr
18
Nov
2011
Zwei große (Lebens-)Ziele stehen für 2012 auf der Agenda. Nach dem geglückten Aufstieg werde ich mit meinem Team vom SC Bayer 05 Uerdingen in der ersten Triathlon Bundesliga, und damit einer der stärksten Drafting Rennserien der Welt um Platzierungen kämpfen. Von den Jungs aus der World Championship Series abgehängt zu werden wird mir ein besonderes Vergnügen werden. Leider stehen, einem Hin und Her zwischen Bundesliga GmbH und DTU geschuldet, noch keine Orte oder Termine fest. Für diese kurzen, extrem schnellen Rennen werde ich in sofern Trainieren, als dass ich mich mehr denn je um eine Verbesserung meiner Schwimmleistung kümmere. Beim Radfahren und Laufen würde eine starke Fokussierung auf Tempobolzen allerdings das andere Saisonziel IRONMAN Regensburg eventuell gefährden. Dort wäre nämlich alles andere als eine Qualifikation für Hawaii eine Enttäuschung.
Sportlich habe ich begonnen für die Saison bereits die Basis zu legen. Den ersten Formtest der Saison, aus dem unspezifischen Grundlagentraining heraus, habe ich mit Bravur bestanden. Capt. Nedim hatte einen progressiven Lauf mit angezogener Handbremse befohlen. Ohne große Anstrengung konnte ich eine 36:15min beim Martinslauf in Düsseldorf (6.Platz) erreichen und lief die zweite Hälfte mit 17:52min klar schneller als die Erste. Ein Indiz dafür, dass ich mein selbstauferlegtes Ziel für 2011 - Erhöhung der Grundschnelligkeit - erreicht habe.
Finanziell steht das Projekt Hawaii 2012 allerdings noch auf wackelige Füßen. Durch mein Studienortwechsel nach Düsseldorf haben sich einige Zeitfenster verkleinert. Um Training und Regeneration noch Freiraum zu lassen habe ich mich, trotz sinkender elterlicher Unterstützung, entschieden mein Arbeitspensum von zur Zeit 14h/Woche zunächst nicht zu erhöhen. Daher soll in naher Zukunft noch der ein oder andere Sponsor dazu gewonnen werden um eine Win-Win Situation (für beide) entstehen zu lassen.
Do
01
Sep
2011
Die letzten Wochen waren nicht gerade berauschend, denn es ist nun amtlich. Saisonhighlight ICAN Mallorca gestrichen und damit ist die Triathlonsaison 2011 Geschichte. In Grimma konnte ich nichts zum Aufstieg beitragen und ganz besonders bedauerlich finde ich, dass ich nicht an den Laktatfestspielen in Hückeswagen teilnehmen konnte. Mit Daniel Knoepke und Till Schramm um den Sieg zu kämpfen hätte mir sicher gefallen.
Bedanken möchte ich mich für die ganzen Besserungswünsche und Nachfragen bezüglich meines Gesundheitszustandes. Besonders positiv ist mir in dem Zusammenhang aufgefallen, dass doch einige Leute das hier aufmerksam lesen! Es freut mich auch sehr wenn sich Athleten bei mir melden, die ich nicht jedes Wochenende auf Wettkämpfen sehe, wie beispielsweise der mir unbekannte Lukas, der meinen letzten Blogeintrag kommentiert hatte – danke. Deswegen will ich alle die an meiner Gesundheit interessiert sind kurz auf den neusten Stand bringen:
Der OGTT bei dem vier Werte erhoben wurden, fiel zwar im Bezug auf Diabetes negativ aus, dennoch blieb ein Wert grenzwertig. Der Antikörpertest auf EBV war positiv, aber eine akute Erkrankung liegt nicht vor. Vermutlich ist bei mir das Pfeiffer-Drüsenfieber, wie in den meisten Fällen, unbemerkt vorbei gezogen. Zu Beanstanden war bei der vierten Blutentnahmen binnen der letzten zwei Wochen allerdings weiterhin die Blutsenkungsreaktion. Als gewissermaßen globale Erklärung für die vielen aus dem Ruder gelaufenden Parameter scheint also eine verschleppte Virusinfektion am wahrscheinlichsten.
Do
18
Aug
2011
In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Probleme mit der Leistungsfähigkeit. Besonders Müdigkeit und Antriebslosigkeit waren die Symptome. Auch von depressiven Schübe kann ich berichten. Ein großes Blutbild und ein Ultraschall aller Organe hat jetzt folgendes zu Tage gefördert:
Eine vergrößerte Schilddrüse,
erhöhte Langzeitzuckerwerte,
erhöhtes Cholesterin
und nicht zu letzt Eisenmangel.
Da ich mich gut ernähre und ich noch nie Probleme mit irgendeinem dieser Werte hatte liegt möglicherweise eine chronische Viruserkrankung vor.
Heute wurde auf meine Bitte hin ein zweites Mal Blut abgenommen um einen Antikörpertest auf das Epstein-Bahr-Virus durchzuführen. Dieses ist der Auslöser für das unter Leistungssportlern nicht seltene Pfeiffer-Drüsenfieber.
Morgen geht es dann ins Krankenhaus zum Radiologen, welcher sich meine Schilddrüse genauer ansehen wird.
Am Montag dann wird ein sogenannter Oraler Glukosetoleranztest durchgeführt, welcher die Blutgluckose-Regelungsfähigkeit untersucht und als Nachweis für eine mögliche Diabetes dient.
Zur Zeit denke ich nur daran meine Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu 100% wiederherzustellen. Zum Rennen am Samstag in Hückeswagen werde ich daher nicht antreten. Wie es weitergeht werde ich dann am Montag berichten können.
Di
26
Jul
2011
10€! In Worten: Zehn Euro! So viel hat der Wettkampf den ich am Samstag besucht habe gekostet.
520€! In Worten: Fünfhundertzwanzig Euro! So viel wird der Wettkampf (incl. Bearbeitungsgebühren) 2012 kosten, den ich am Sonntag besucht habe.
Während ich am Samstag in Kerken einfach nur meinen hibbeligen Beine Frieden schenken wollte, war ich am Sonntag beim IRONMAN Germany als Zaungast am Start. Beiden Tagen war gemein, dass sie viel besser als erwartet verliefen. Nicht, dass ich dem TV Aldekerk die Fähigkeit eine komplette Triathlonveranstaltung auszurichten von vornherein abgesprochen hätte. Es war viel mehr der Muskelkater den ich vom Trainingswiedereinstieg hatte und die Sorge um eine schwache Performance. Meine Erwartungen an den Wettkampf an sich waren zwar auch nicht besonders hoch. Diese wurden dann aber entsprechend auch deutlich übertroffen. Bestens gesicherte Strecken, eine große Anzahl an motivierten Helfern, eine familiäre Atmosphäre und ein großer Grill am schön Eyller See wo sich alle Wettkampfstäten befanden.
Gut gesicherte Strecken, fand man in Frankfurt am Main natürlich auch vor. So gut gesichert, dass Niclas und ich erst mal ordentlich rumgurkten, aber dennoch halbwegs pünktlich zum Start den Langener Waldsee erreichten. Als großer Challenge Roth Fan und Kritiker von übergroßem Kapitalismusdenken musste ich dem Halbbruder aus Hessen, gezeugt vom bösen Stiefpapa WTC, grundsätzlich missmutig begegnen. Dennoch konnte das Rennen einige Pluspunkte verbuchen. Besonders der Zielbereich war bombastisch und auch die Zielbetreuung konnte sich sehen lassen (Zwei Helfer pro Finisher). In Punkto Partystimmung und Zuschauermasse beißt sich der Stiefsohn vom Main wohl am Original aus Franken die Zähne aus.
Di
05
Jul
2011
Egal ob ein Rennen gut oder schlecht läuft, man sucht immer nach Anhaltspunkten die zum Ergebnis geführt haben, um beim nächsten Mal die unmittelbare Wettkampfvorbereitung zum optimieren.
Was das Training angeht scheine ich inzwischen dabei angekommen zu sein, dass mir ein kurzes und abruptes Tapering am besten passt. Wenn man sich meine Doku anschaut, hatte ich in den letzten Jahren immer besonders frische Beine, wenn ich bis Montag/Dienstag fast noch voll trainiert habe und dann einen oder sogar zwei komplette Ruhetage eingeschoben wurde. Beim „klassischen“ Tapering mit gleichbleibenden Trainingsfrequenz und sinkenden Umfängen konnte ich mich oft nicht vernünftig erholen und hatte oft nicht das Gefühl, dass „die Form kommt“. Das Problem, dass mein Körper runterfährt habe ich am Sonntag mit einem langen Aufwärmprogramm mit ordentlicher Mucke in den Ohren bekämpft.
Ansonsten bin ich aber immer noch unschlüssig, wie ich die Tage vor einem Rennen abseits des Trainings am besten gestalte. Wenn ich die Strategie von Düsseldorf kopiere, dann würde das heißen den Samstag über 6 Stunden Shooter Games spielen um sich von Nachmittags bis spät Abends um die Betreuung des Bundesliga Teams zu kümmern. Am Sonntag dann war ich 7 Stunden (!) vor meinem Start vor Ort um die Jungs zu betreuen und zu pushen. Erst als das erwähnte Aufwärmen begann fokussierte ich mich auf mein eigenes Rennen – dafür aber richtig!
Di
21
Jun
2011
Vor dem Start des Indeland Triathlons hatte ich trotz illustrem Starterferld, auf die Preisgeldränge (1-3) geschielt, knapp vier Stunden später musste ich mich auf das erste und wichtigsten Ziel eines Triathleten zurückbesinnen: Finishen – um jeden Preis.
Im Vorfeld des Wettkampfs hatte ich mit Nedim einige Sache im Training ausprobiert bzw. umgestellt und auch eine achttägige Taperphase war eingeschoben worden. Die Erwartungen waren entsprechend hoch. Am Donnerstag schwamm ich im Rahmen unserer Vereinsmeisterschaften ein Offenwasser Rennen. Dabei konnte ich an unseren Topschwimmern dranbleiben, die mich im Training und im Vorjahr meistens deutlich distanzieren konnten. Wenige Tage später am Blausteinsee war vom guten Wassergefühl aber nichts mehr über, was auch am extremsten Wellengang lag, den ich je in einem Binnengewässer erlebt habe. Mit einer ziemlich durchwachsenden Schwimmleistung ging es nur als Zehnter aus dem Wasser. Mit dem schnellsten Wechsel aller Teilnehmer konnte ich meine Schwimmgruppe aber sogleich abhängen und hatte freies Feld vor mir. Am Start waren nämlich mit Olli Strankmann und Simon Jung zwei alte Bekannte, die zu meinem Leitwesen zurzeit im Bereich der Triathlon Weltspitze (!) schwimmen und daher zusammen mit Dave Rost (NED) schon weit enteilt waren.
Mo
23
Mai
2011
Samstag
11:30 Uhr. Ich breche das lockere Schwimmtraining ab. Zum zweiten Mal diese Woche schon. Zwei weitere Einheiten habe ich komplett gestrichen. Ich bekomme überhaupt keine Luft. Vielleicht Erkältung, vielleicht Allergie, vielleicht beides. Die Stimmung ist entsprechend schlecht.
Sonntag
5:20 Uhr. Der Wecker klingelt sehr früh weil ich eine Fahrgemeinschaft mit Tobi und Fritz habe, die schon eine Stunde vor mir starten. Die Stimmung ist im Keller.
6:00 Uhr. Ich will das Rad verladen und bemerke einen Platten im Hinterrad. Zurück in die Wohnung geht nicht mehr. Die Stimmung geht durch den Kellerboden mit Kurs auf den Erdkern.
8:15 Uhr Nordbad Gütersloh. Es gibt einen Bikeservice vor Ort, der mir mit einer Zange aushelfen kann um den Ventilverlängerungsadapter zu tauschen. Beim Mantel drauf ziehen bemerke ich eine verdächtige Stelle und kaufe vorsichtshalber einen neuen Mantel – ohne Geld. Bezahlen darf ich von zu Hause aus, die Jungs schenken mir ihr Vertrauen. Die Stimmung bessert sich erheblich.
Di
17
Mai
2011
Der Teamsprint am vergangenen Sonntag war genau nach meinem Geschmack. Schwimmen mit 90%, Radfahren mit 80% und Laufen mit 99% Power. Wenn man dabei nie um den Anschluss fürchten muss (wie bei meinem ersten Teamsprint ´05), oder das Gefühl hat mit angezogener Handbremse unterwegs zu sein (wie beim letzten Teamsprint ´10) dann macht das unterm Strich 100% Spaßfaktor. Im Gladbecker Freibad schwamm ich an Position zwei hinter Lukas und konnte ganz gut dranbleiben. So richtig locker und smooth fühlte es sich aber wieder nicht an. Im Schwimmen ist irgendwie der Wurm drin im Moment. Beim Radfahren ein anderes Bild. Wir fuhren ein ordentliches Tempo, aber vom Anschlag war ich weit entfernt. Ich versuchte daher mich mit besonders langer Führungsarbeit einzubringen, anstatt jedes Mal das Tempo hochzuziehen, auch wenn mir das lieber gewesen wäre. Auch dadurch fuhren wir eine sehr gleichmäßige Pace und bewegten uns virtuell immer so zwischen Platz 4 und 7. Abgesehen von einer gefährlichen Situation mit einem die Strecke kreuzenden Hund war die Fahrt für Gladbecker Verhältnisse angenehm ereignislos. Der technische und teils schlechtasphaltierte Kurs hatte in manchen Jahren zu wahren Sturzfestivals geführt.
Di
10
Mai
2011
Maik Petzold hat sich mit meinem Duschgel geduscht! Der lange Smalltalk mit dem Dritten der WCS von 2009 war auch schon das Highlight des letzten Sonntags. Denn sportlich konnte ich keine wirklichen Ausrufezeichen setzten. Trotz erhöhtem Aufwand bin ich ergebnistechnisch auf der Stelle getreten. Offiziell steht wieder Platz 19 zu Buche, wenn man den Herrn der wohl unbemerkt von Zeitnahme und Wettkampfgericht zu früh ins Ziel abbog (3min schnellerer Lauf als Kienle) heraus rechnet ist es Platz 18. In einem nochmals besseren Feld als in den Vorjahren eigentlich keine Schande. Allerdings war von der Form her deutlich mehr drin.
Hauptproblem: Völlige Dehydration auf der Laufstrecke. Ich hatte schon Tage vorher Probleme mit der Flüssigkeitsaufnahme, ich konnte meinen Durst überhaupt nicht stillen. Im Wettkampf äußerte es sich dann darin, dass aufgenommene Getränke zwar den Bauch erreichten dort aber nur herumgluckerten und Krämpfe verursachten. Die ca. 27°C kamen mir vor wie 40 und der Gedanke ans Aussteigen keimte die ganze Laufstrecke über in mir. Im Ziel war ich absolut leer. Ich fühlte mich nicht wie nach einer KD, wo mir sonst immer Muskeln und Lunge brennen, sondern wie nach Roth. Kopfschmerzen, Sichtprobleme und sogar ein wenig blutiger Husten im Ziel waren die ernsten Anzeichen, dass irgendwas schief gelaufen war. In den folgenden 20 Stunden nach Zieleinlauf trank ich circa 6l und verspürte dennoch kaum Harndrang. Einen Erklärungsansatz für die grottige Laufperformance hab ich also schon mal.
Sa
07
Mai
2011
Früher war Weihnachten intensiver. Zwar ist beschenkt werden nach wie vor schön und die Geschenke sind auch nicht gerade billiger als in den guten alten 90ern. Dennoch kommt dieses magische Gefühl nicht mehr so recht auf, dass man hatte wenn man das LEGO Raumschiff oder die Walkie-Talkies vom Christkind gebracht bekommen hatte.
Gestern war aber wieder so ein Tag, wo das Kind im Mann erwacht und die Augen riesig werden. Zunächst einmal bekam ich von meinem neuen Ausrüster Speedo den LZR Racer aus der Triathelite Linie. Eigentlich sollte ich erst zum DTL Rennen in Gladbeck damit auflaufen, da ich aber die Chance hatte den Anzug zu testen und dieser Test extrem positiv ausfiel, hab ich angefragt ob es nicht möglich wäre einen für Buschhütten zu bekommen. Am Donnerstag erhielt ich dann via Facebook eine Nachricht vom Weihnachtsmann: „Hallo Matthias, fahre jetzt nach Belgien ins Zentrallager und hol dir noch einen. Gruß Udo“.
Mi
04
Mai
2011
Endlich wieder Triathlon. Am Sonntag startet die Saison in Buschhütten und im Topfeld um 14:30Uhr werde ich nicht gerade von Pappenheimern umgegeben sein. Doch selten fällt mir eine Prognose schwerer. Das Wettkampf Output wird naturgemäß durch mehr Faktoren als nur reines Training bestimmt. Nach Platz 24 in 2009 und Platz 19 im vergangenen Jahr wäre alles andere als eine klare Annährung an die Top10 ein Schritt auf der Stelle und damit ein unzufrieden stellendes Output.
Das lässt mich zweifeln:
Zu aller erst standen umfangreiche Arbeiten in altem und neuem Heim an. Der zweite Umzug in sieben Monaten zerrte an Körper (argh mein Rücken!) und Geist und kostet jede Menge Schlaf bzw. Regenerationszeit. Das ließ einige Einheiten kürzer ausfallen als der Plan es vorgab. Der Stress gipfelte am letzten Samstag darin, dass ein Hängeschrank auf Grund einer schiefen Wand komplett herausriss und die Küche in ein Trümmerfeld mittleren Ausmaßes verwandelte. Die Gedanken an Training waren da schnell verflogen. Unvermeidbar bei einem Umzug ist auch immer eine Menge Dreck, der meine Allergie gebeutelte Atemwege derart reizte, als wäre eine Packung Roth Händle (Nein nicht das Roth) auf Lunge meine Art zu entspannen. Bis gestern führte das auch zu schmerzhaft geschwollen Lymphknoten im Hals, was weiterem Trainingsausfall nach sich zog.
Do
21
Apr
2011
Nach einer Lehrstunde in Lage folgte zwei Wochen später ein Rennen mit dem ich sehr zufrieden sein kann. Beim Grundfos Duathlon in Mettmann belegte ich hinter dem Karlsruher Duathlon-Ass Fabian Rahn (7. von Oberursel) den zweiten Rang und konnte mir damit den NRW Meister Titel sichern.
Das Rennen bin ich mit großer Vorfreude angegangen, denn die Strecken rund um das Neandertal sind wirklich sehr schön. Des Weiteren konnte ich völlig ohne Druck aufspielen, weil ich den ganzen Samstag über voll mit Umziehen beschäftigt war. Zwölf Stunden lang Möbel in den dritten Stock schleppen hinterließ seine Spuren in der Muskulatur und besonders der Rücken und die Oberschenkel zwickten am Wettkampfmorgen gewaltig. Daher hatte ich mir einfach nur vorgenommen Vollgas anzulaufen und Spaß zu haben. Auf die Karte Laufen zu setzten erwies sich als absolut richtige Taktik, denn meine Radbeine zeigten sich tatsächlich nicht in gewohnter Qualität.
Di
19
Apr
2011
Am ersten Aprilwochenende verbrachte ich ein entspanntes Wochenende bei meinem Teamkollegen Marcelo in Bielefeld. Gemeinsam starteten wir bei den NRW Meisterschaften im Cross Duathlon im benachbarten Lage. Schon am Samstag bei einer kleinen Einführungsrunde durch den Teutoburgerwald verwies mich Marcelo in meine fahrtechnischen Schranken. Am nächsten morgen schüttete es dann auch noch wie aus Eimern. Die ohnehin nicht anspruchslose Strecke (400HM auf 16km MTB) verwandelte sich in eine rutschige Schlammpiste. Die ersten Probleme hatte ich aber schon beim Laufen. Die bergige verwinkelte Crossstrecke stellte meinen, von staksigen und großen Schritten geprägten, Laufschritt vor große Probleme. Ich wechselte in Sichtweite zu Marcelo an dritter Stelle liegend auf das MTB. Nach wenigen Kurven hatte ich ihn aus den Augen verloren. Ich konnte überhaupt keinen Druck machen so sehr war ich mit steuern beschäftigt. In der dritten von vier Runden wurde ich dann von zwei Athleten aufgefahren. In der Folge bekam ich meine Defizite ganz eindeutig aufgezeigt. In den wenigen Geradeauspassagen musste ich immer wieder Löcher schließen die auf Abfahrten und nach Kurven entstanden. Das fiel mir zwar nicht schwer aber agieren konnte ich nicht. Im Schlussanstieg zur Wechselzone attackierte
Mo
04
Apr
2011
Mallorca Trainingslager war ziemlich chic. Eigentlich bevorzuge ich den Begriff Urlaub, denn Lager hört sich so nach Zwang und harter Arbeit an. Aber selbst bei hartem und umfangreichem Training kommt die mentale Entspannung nie zu kurz. Schließlich kostet so ein Trip mit allem Drum und Dran auch nicht gerade wenig. Zusammen mit Radsport Enthusiast Phil K. konnte ich gute Trainingskilometer bei weitesgehend stabilem Wetter abspulen. Schwimmen, Laufen, Kraftraum und natürlich viel Radfahren standen auf dem Programm. Im Gegensatz zu den letzten Jahren hatte ich keinen größeren Durchhänger und wie immer viel Spaß, besonders am letzten Tag als wir bei herrlichem Wetter und ein paar Weißbier zu viel den Urlaub Revue passieren ließen.
Mo
14
Mär
2011
Exemplarisch hierfür jeweils eine Einheit pro Diszilpin. Alle absolviert in den letzten 5 Tagen.
Laufen am Mittwoch: 5000m Vereinsmeisterschaft auf der Tartanbahn.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Ich konnte das angepeilte 3:20er Tempo nicht durchlaufen was mich durchaus enttäuscht. Wie mein Kumpel Jens mir am Donnerstag auch prompt erklären konnte: „Tja Muzze einfach zu viele Slowtwitches aufgebaut in den letzten Jahren“. In der Tat fühlten sich 16:57 (15Sek über Bestzeit) nicht wirklich hart an, schneller ging es aber irgendwie nicht. Das lag aber vor allem an mangelnder Erholung. Es stand in der vorvergangenen Woche nicht nur viel Training (~22h), sondern auch Trainerlehrgang, Uni mit Hausarbeiten und Arbeiten an.
Mi
16
Feb
2011
Seit vorgestern könnt ihr rechts meine Saisonplanung anschauen. Der Mettmann Duathlon ist rausgeflogen, weil er leider bereits ausgebucht ist. Beginnen wird die Saison wie in den letzten beiden Jahren in Buschhütten. Zusammen mit Gladbeck und Gütersloh bildet das Rennen gleich zu Anfang einen Dreierblock an Wettkampfwochenenden. Danach sollte ich zu mindestens Bescheid wissen wo ich stehe. Anschließend werde ich noch mal ordentlich für das Highlight der ersten Saisonhälfte trainieren: DM in Düsseldorf. Eine Woche zuvor mache ich noch eins meiner Lieblingsrennen in Steinbeck. Danach folgt eine Zäsur. Ab Düsseldorf steht alles im Zeichen der Langdistanz auf Mallorca. Wahrscheinlich werde ich eine Woche so gut wie gar nicht trainieren und Schwerin quasi kalt starten. Das Wochenende zuvor bin ich nämlich in Roth wo mein Papa und ungefähr 50 Freunde und Bekannte starten werden, die es natürlich anzufeuern gilt! Irgendwo in diesen Zeitraum werden auch Prüfungen fallen, was dazu führen könnte das entweder Schwerin oder Roth in Wasser fallen könnten. Sobald das alles durchgestanden ist starte ich in die Semesterferien mit einer Trainingslagerphase. Dazu werde ich mich wahrscheinlich bei Freunden in Zeeland einquartieren. Dort finde ich gute Trainingsbedingungen vor. Süßwasser im VerseMeer (1min entfernt) und Salzwasser in der Nordsee (5min entfernt) so wie ein Schwimmbad im Nachbarort bieten abwechslungsreiche Schwimmgelegenheiten. Endlose Gegenwindpassagen auf dem Rad werden mich mental und körperlich gut auf das
Fr
28
Jan
2011
Ich muss jetzt mal kurz einen Grundsatz maskuliner Trainings- & Lebensgestaltung über Bord werfen und mal aus vollem Herzen Jammern, denn mein Kontostand befindet sich im freien Fall. Das ist zum einen zwei Großinvestitionen zu verdanken. Zum anderen jedoch geht zurzeit einfach alles kaputt:
Schlechte Zeiten:
Begonnen hat es vor ein paar Wochen als meine 149,99€ teuren Laufschuhe nach ~200km ein erstes Loch im Innenfutter bekamen und unbrauchbar wurden. Kurz danach gingen bei einem zweistündigen Regenlauf meine eigentlich wasserfesten Kopfhörer kaputt (34,99€). Es folgte meine Pulsuhr (110€) und der Reißverschluss an meiner 189,99€ Outdoor Jacke (Garantie abgelaufen). Vernünftiges ersetzten ist ziemlich teuer, also: Neue Jacke anschaffen. Letzte Woche dann zwei Schläuche (11€) und ein Mantel in den Wind (20€). Außerdem stehen neue Bremsbelege für gleich zwei Räder an (30€). Ebenfalls über die Wupper sind meine Überschuhe (40€). Ein komplett ausgerissener Verschluss hatte zu Folge, dass ich mir bei den 2°C+Regen Ausfahrten der vergangenen Woche regelmäßig die Füße abgefroren habe.
So
16
Jan
2011
Da ich mit gemischten Gefühlen vom 10er in Nettetal zurückgekehrt bin, gibt es zwei Versionen vom Rennverlauf. Vor der subjektiven Beschreibung aber zunächst die Fakten. Gelaufen wurden 10.000m auf Asphalt bei 10°C Außentemperatur und bisweilen starken Wind. Die Strecke liegt allerdings über weite Teile relativ windgeschützt, dafür hält sie aber zwei giftige Anstiege bereit. Einen bei Kilometer 5, dort geht es hinauf zum Wendepunkt 1,5km mit 4-5%. Die dort liegen gelassen Zeit kann man auf dem folgenden Bergabstück zum Ziel nicht mehr wettmachen. Einen zweiten bei Kilometer 9. So kurz vor Ziel ist das ein richtiger „Neckbreaker“ (150m mit 5-6%).
Do
06
Jan
2011
Wenn es mal wieder Zeit war für einen Triathleten neue Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen, wird dieser meistens gleich den Kollegen vorgeführt. Diese Zeit zum Anschaffen ist im Übrigen immer, insbesondere bei Krankheit des Athleten, bei unzufrieden stellenden Wettkampfergebnissen, in der Mittagspause im Büro (ebay Schnäppchen aus Übersee!) oder Sonntags auf der Triathlonmesse. Bei der Vorführung muss man jedenfalls nicht lange warten bis ein Wort fällt:„Waffe“. „Schau mal hier! Mein neues Zeitfahrrad mit allem Zipp & Zapp. Das wird meine Waffe für Rennen XY“. Damit nicht genug. Jegliches Material wird vorschnell mit der aggressiven Metapher beschrieben. Neos werden zur Waffe auf der Jagd nach der Bestzeit. Die Paddles sind die Waffen fürs Training. Das Handtuch die Waffe fürs für nach dem Training. Laufvisor ist eine Antisonnenwaffe. Regenerationsgel – Waffe! Und so weiter und so fort. Meine neuste Errungenschaft verdient das Prädikat Waffe aber wirklich.
Bei Betrachtung der Bodenverhältnisse sah ich meinen großen Silvestercoup in Gefahr. Mir ging der Satz von Vincent Vega durch den Kopf als er erfährt wie viele potentielle Gegner ihn im Apartment erwarten:
Mo
03
Jan
2011
Die Zeiten sind vorbei in denen das Web 2.0 von Emomädchen und Szenekids dominiert wurde, welche jeden Tag die Welt über ihre Haare, Depressionen oder morgendlichen Badezimmer Besuche unterrichteten. Die normalen Menschen haben CuteKitty93, *eMoMoUse* und DarkTroll weitestgehend überflügelt. Auch in der weiten Welt des Ausdauerdreikampfs werden Beziehungen nicht mehr länger nur auf Wettkämpfen und in Trainingslagern gepflegt und geknüpft (beziehungsweise zur Schau gestellt), sondern auch per Mausklick. Auch ich musste einsehen, dass man ohne Twitter und Facebook inzwischen in mancherlei Hinsicht außen vor ist. Also bin ich nun auch im größten Abhörzentrum der Welt vertreten und twitter über mein Training und andere Belanglosigkeiten. Besonders auf Twitter wird es in erster Linie nur um Triathlon gehen. Es ist nicht so, dass ich kein anderes Leben hätte, aber es waren immer genau die Tweets über Badezimmer Besuche, die mich abgehalten haben entsprechende Plattformen zu joinen.
Zum anderen war es der Ruf nach noch mehr Aktualität der mir angetragen wurde. Mit Blogartikeln
Do
30
Dez
2010
Da ich nicht nach dem Gregorianischen Kalender lebe, sondern nach dem ironmanisch-hawaiianischen Kalender, befinde ich mich bereits seit Langem in 2011. Das Jahr endete gefühlt nach dem Ironman Hawaii im Oktober und begann mit einer mehrwöchigen Ruhephase gefolgt von einer allgemeinen Aufbauphase ehe es seit Dezember langsam wieder richtig zur Sache geht. In den letzten Wochen war Radfahren leider mal wieder nicht möglich. Also Rad putzen (s. Foto) und Rolle fahren. Da ich das 140m² Haus meiner Eltern ja gegen eine hellhörige Mietwohnung getauscht habe (wie ungeschickt von mir) findet das Training mit freiem Blick auf die weiße Wand meines kleinen Kellers statt. Vorteil: Bei geschätzten 14°C im Keller schwitzt man sich wenigstens nicht zu Tode. Nachteil: Langeweile, aber davon jede Menge! (Aktuelle Gegenmaßnahme: alte Alf Folgen auf dem mp3player.)
Dafür laufen Laufen (Haha!) und Schwimmen durchaus rund. Zu Fuß konnte ich, andauernden Wadenproblemen zum Trotz, bereits jetzt größere Umfänge realisieren als in der Vorbereitung für Roth. Im Wasser leide ich zwar nach wie vor an einer gewissen Talentlosigkeit aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Meine Trainingsziele für 2011 kann man vereinfacht so darstellen.
Schwimmen: Verbessern durch qualitativeres Training im Schwimmverein bzw. mehr Bahnzeiten. Radfahren: Stark halten durch vergleichbares Training wie in 2010. Laufen:
Fr
03
Dez
2010
Womit will man seinen Gegenüber am Stammtisch eigentlich noch schocken? Ironman/Langdistanz? Wohl kaum! Alles bereits institutionalisiert bzw. industrialisiert und dank kurzer Schwimmdistanz und machbaren Limitzeiten für Normalsterbliche binnen Monaten zu schaffen. Selbst der Mile High Club und Mount Everest Besteigungen verblassen schon und die Kumpels winken enttäuscht ab.
Aber wie wäre es mit einem Set das an Monotonie und Brutalität schwer zu überbieten ist? 10.000m gesplittet in 100x100m mit 1,30er Abgang. Das ist der Stoff aus dem Helden gemacht sind! Wer es absolviert hat wird zur Legende. (Vermutlich weil einen die nicht Triathlonverstrahlten Kumpels für legendär blöde halten.)
Da ich seit vorgestern, 01.12.2010, zusätzlich auch Mitglied in einem Schwimmverein bin stehen mir ab sofort zwei abgeleinte Sportbecken 16 Stunden am Tag zur Verfügung. Damit gehören Prügeleien und Beschimpfungen mit Personen jenseits des guten Geschmacks der Vergangenheit an und ich kann mich ganz meiner Metamorphose zu einem Raubfisch widmen.
Ich werde hoffentlich den Winter über mindestens 4x wöchentlich das Wasser umrühren - 5x wären besser (always remember: Viel hilft viel!). Das männlichsten Set der Welt, die angesprochenen 100x100m, sollen dann im März in die Tat umgesetzt werden. Gestern war gewissermaßen
Di
09
Nov
2010
Die Tage werden kürzer, das Training ist wenig umfangreich. In Ermangelung langer Läufe und Radausfahrten wo der Durchschnittstriathlet seine Angriffspläne für 2011 den Mitbewerbern kund tun kann, weicht er gezwungenermaßen auf Internetforen aus. Das Herbst/Winterloch produziert tonnenweise Datenmüll in den Foren der (Triathlon-)Welt. Zur Not kann man auch ein zwölftes Mal den vermeintlich schnellsten LRS diskutieren und sich die Köpfe zum Thema Schlauch vs. Draht einschlagen.
Aber es gibt auch noch User die wirklich schlimme Probleme haben. Da wird alles Training zur Nebensache, wie nachfolgender Post beweist ;):
I've never written to you before, but I really need your advice. I have suspected for some time now that my wife has been cheating on me. I've witnessed the usual signals; the phone rings, but if I answer, the caller hangs up. My wife has been going out with 'the girls' a lot recently, although when I ask their names she always says, "just some friends...
Di
02
Nov
2010
Am vergangenen Sonntag wollte ich meinen ersten Saisonsieg nach der Trainingspause einfahren. Dass es nicht so kam, lag vor allem an der übermächtigen Konkurrenz. Waren fünf Zusatzbier (=60min Bonus) früher noch die Ausnahme, so sind sie heute die Regel. Anders sind Topplatzierungen inzwischen unmöglich. Dadurch haben in den letzten Jahren die starken Trinker, den Allroundern und den starken Läufern den Rang abgelaufen bzw. abgesoffen. Tummelten sich in den Top5 in den letzten Jahren jeweils trinkfeste Triathleten, sind es inzwischen hauptsächlich externe Starter die in atemberaubender Geschwindigkeit die elf Bier zu 0,33l runterkippen und sich im Laufen eher zurückhalten. Der Drink & Run Sport ist im Wandel. Unter denjenigen der 25 Starter, die sich zu den sechs obligatorischen Flaschen noch fünf zusätzliche genehmigten, war ich klar der schwächste Trinker. Mein Magen spielte von Anfang an nicht mit. Die langsame Trinkgeschwindigkeit resultierte in minutenlange Standzeiten in der Drinking Zone. Da half es auch nichts, dass ich, neben Niklas, der klar schnellste Läufer auf den 6x1000m war. War es 2005 noch der dritte Platz unter über 30 Teilnehmern sprang also dieses Mal gerade eine Top Ten Platzierung heraus. Mit dem achten Platz...
Do
28
Okt
2010
Bei einer Rechercheaufgabe auf der Arbeit entdeckte ich diese Zeitschrift vom November 1986. Das Cover des mir bis dato unbekannten Triathlon Magazins ziert ein längst vergessenes Relikt aus grauer Vorzeit: Die Topless-Zeitnehmerin! Die Vorteile liegen auf der Hand. Die zusätzliche Motivation am Schwimmausstieg sorgt für eine Vorfreude, was die Teilnehmer dazu veranlasst die häufig unbeliebte Schwimmetappe schneller und fröhlicher zu beenden. Gähnende Leere am Streckenrand gehört der Vergangenheit an. Beim nächsten Wald- und Wiesentriathlon wird es bald schon tosende Massen zu bestaunen geben. Aus Gaffern werden schon bald Triathlonfans werden. Von dort ist es nunmehr ein kurzer Weg zur Volkssportart Nummer 1. Fußball mit seinen überwiegend männlichen Schiedsrichtern kann einpacken gegen Triathlon mit Topless-Zeitnehmerinnen. Schließlich gilt: „Sex sells!“
Auch für Athleten ergeben sich Vorteile aus dem Wegfall des lästigen Timechips. Beim Schwimmen führt dieser schließlich zu einem a-symmetrischen Beinschlag, beim Radfahren zu einem unrunden Tritt auf einer Seite und beim Laufen ist er nur störendes Gewicht. In Zeiten wo Turnschläppchen à la Asics Piranha die Füße von Triathleten (übrigens auch die von 90kg schweren 4:30min Läufern) zieren stellt die Entfernung des Timechips ein Quantensprung in Sachen Gewichtsreduktion da.
Ich werde sämtliche meiner Ämter, Positionen, Titel und Connections missbrauchen und
So
24
Okt
2010
So langsam läuft der Motor wieder. Ich befinde mich jetzt seit dem 7.Oktober wieder im Training. Die Pause ist damit nicht besonders üppig ausgefallen. Besonders im Laufen wollte ich meinem Körper nicht zu viel Zeit geben sich wieder irgendwelche Probleme auszudenken. Ich habe mit 3km Einheiten begonnen und mich vorsichtig gesteigert und kann einigermaßen schmerzfrei laufen zurzeit. Die Probleme im linken Bein (Innenseite und Wadenmuskel) sind auch nach über einem Jahr nicht in den Griff zu bekommen. Um das Laufniveau wiederzuerlangen, welches ich vor meinem schweren Unfall 2009 hatte (10km 34:45) wird aber nichts um eine deutliche Umfangssteigerung herumführen. In der abgelaufenen Saison waren es oft nur 20-30km in der Woche. Mein erster voller Zehner war im Rahmen des Buschhütten Triathlons und mein erster Zwanziger im Rahmen des Kulmbach Triathlons. Entsprechend ernüchternd waren auch die Laufresultate in 2010. Schmerzfreiheit muss also her. Da inzwischen MRTs von beiden Sprunggelenken und Unterschenkeln ergebnislos blieben und
Mi
06
Okt
2010
Mit einiger Verspätung erscheint jetzt der Bericht von den NRW Sprintmeisterschaften. Dort wurde ich vierter in der Elite. Im Vorfeld und auch jetzt nachher hatte ich einigen Stress. Zum einen bewohne ich seit Anfang September eine neue Wohnung in der ich bis heute kein Internet habe, zum anderen steht eine sehr wichtige Klausur an. Damit lässt sich vielleicht auch das unbefriedigen Ergebnis erklären. Hier also der Bericht.
Mit dem Ergebnis am Sonntag den 12.09.10 in Ratingen bin ich ziemlich unzufrieden. Das hat vor allem zwei Gründe. Grund 1: Die anderen waren gut. Grund 2: Ich war nicht so gut. Der Rennverlauf ist schnell erzählt. Nach durchwachsenem Schwimmen verließ ich nach 6:36min das Schwimmbad und passierte nach 7:07min zusammen mit allen Favoriten die Zeitmessmatte. In der dreiköpfigen Spitzengruppe machte ich über große Zeit das Tempo, konnte mich aber nicht von meinen Verfolgern lösen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits ziemliche Magenkrämpfe, die sich beim Laufen noch verschlimmerten.
Do
02
Sep
2010
Mir wiederfuhr es heute schon vor der Ausfahrt. Ich stand nichts ahnend neben meiner Maschine und montierte eine neue Armauflage (die alte war beim Sturz in Hückeswagen gebrochen). Dabei berührte meine Wade die 54 reißenden Zähne des großen Kettenblatts. Von einem auf die andere Sekunde war nichts mehr wie es gerade noch war. Die braungebrannte, tägliche rasierte und von zehntausenden Lebenskilometern gestählte linke Wade von jetzt auf gleich völlig entstellt.
In der Hierarchie der Rennradfahrer könnt ihr noch so weit oben stehen. In dem Moment wo dieses Stigma eure Waden ziert seid ihr Allerletzter. Noch hinter allen Hobby-, Alu-Rahmen- und Satteltäschchenfahrern. Alle Lutscher und alle diejenigen die mehr als 0,5l/100km trinken müssen, sie alle stehen in dem Moment sofort über euch. Eine Chance auf Rehabilitation besteht innerhalb der nächsten 500km nicht - ungeschriebenes Gesetz. Ihr dürft, solltet ihr euch aus unerfindlichen Gründen ein KT zuziehen, die 500km aber nicht einfach am Ende der Gruppe Absitzen. Nein, ihr müsst euch eure Ehre zurückerkämpfen. Im Straßenradsport gibt es auf diese, wie auf jede Problemstellung, nur eine Antwort...
Di
31
Aug
2010
Die Vorzeichen für den Teamsprint über 750 – 20 – 5 waren alles andere als gut. Dass für den Renntag Regen und jede Menge Wind angesagt waren störte mich weniger, als die Probleme die meine Wade seit vergangener der Woche gemacht hatte. Nach einer Radausfahrt am Dienstag zog ich die Reißleine und trainierte gar nicht mehr bis zum Sonntag. Ich war schon oft mal nervös vor wichtigen Rennen gewesen, aber dieses Mal hatte ich Angst. Angst mein Team im Stich lassen zu müssen, weil der Körper nicht will. Denn es war klar, dass der angeschlagene Heiko nicht laufen würde können und wir zu viert durchkommen würden müssen. Zum Glück bin ich einfach eine Rennsau. Wenn der Schuss fällt weiß mein Körper was zu tun ist und Schmerz unterdrücken kann ich sowieso gut. Auf den ersten Metern im E-See gab es praktischerweise dann dazu gleich noch ordentlich auf die Fresse und so konnte ich erst Recht auf Race-Mode umschalten. Adrenalin, Norepinephrin & Co sei Dank.
Mo
23
Aug
2010
Vorwort zur neuen Serie
In dieser neuen Rubrik werde ich euch ab jetzt immer meine neusten Errungenschaften präsentieren, die mich schneller aussehen lassen oder eventuell vielleicht sogar schneller machen. Aber nur eventuell. Denn es gilt immer noch der alte Leitspruch: Wer nicht schnell ist, sollte wenigstens schnell aussehen! Und wenn es sich dabei um ein Teil handelt welches beim Geschwindigkeitsgewinn im Bereich des Messfehlers liegt, ist das absolut kein Grund es NICHT zu kaufen. Das Geld beim Triathlonequipment sowieso keine Rolle spielt braucht hier ebenfalls nicht erwähnt zu werden, da ich vermute dass die meisten Leser vom Fach sind. Jede noch so kleine (oder teure) Investition lohnt sich - Immer!
So
15
Aug
2010
3 6/7 Wochen war Roth her da hieß es gestern wieder Schwimmen Radfahren Laufen direkt hintereinander.
In den letzten Wochen stand endlich wieder weniger Sport, weniger Schlafen und mehr „normale Sachen“ machen auf dem Plan. Dass diese Sachen in den letzten Wochen vor Roth leiden mussten tut mir immer Leid, dafür ist es dann umso schöner wenn man mal um 6 Uhr mit mehr als zwei bis drei Bier ins Bett fällt und kein schlechtes Gewissen hat. Die Krönung ist natürlich erreicht wenn das Ganze noch ungedehnt und ohne den täglichen Schluck aus der Pulle Franzbranntwein geschieht.
Jedenfalls war dann gestern wieder serious Business angesagt und ich war trotz einer gewissen Müdigkeit im Vorraus schon wieder richtig heiß. Bei allem „Wein, Weib und Gesang“, welche fraglos immer phantastisch sind, muss ich mir dann doch eingestehen, dass es am Ende „Schwimmen Radfahren und Laufen“ sind die mich richtig kicken.
Fr
13
Aug
2010
...unser Leben für den Sport.
So könnte es wohl heißen. Denn pflichtbewusst wie ich bin werde ich in wenigen Stunden schon in Hückeswagen den ernsthaft verhinderten Lars ersetzten. Erfahren habe ich das vor 30 Minuten (Donnerstag 23:55Uhr).
Dass ich grade aus der Kneipe komme und noch absolut müde von Roth bin ist mir egal. Auch, dass ich seit einem Monat nur einmal den Zeitfahrbock geritten habe und mein längster Lauf 12km und die
längste Radeinheit 72km waren wird nicht zählen. Am Samstag halte ich für 4 Stunden die Clubehre hoch!
Diese Woche habe ich zwar mit knapp 19h incl. Krafttraining nicht atemberaubend...
Fr
06
Aug
2010
Zunächst möchte ich mich für die vielen Glückwünsche bedanken, die mich auch immer noch erreichen. Ich komme aus dem Hände schütteln und bedanken gar nicht mehr raus. Leute was macht ihr denn, wenn ich erst mal Hawaii gewonnen habe? ;)
Um mich beim Lernen etwas abzulenken, habe ich heute mal die Galerie mit Bildern gefüllt. Den Ordnern "Diverse 2010", "Mallorca 2010" und "Paderborn 2010" habe ich einige Bilder hinzugefügt. Neu dabei sind die Ordner "Madeira 2010", "Kulmbach 2010", "Gütersloh 2010", "Steinbeck 2010" und natürlich die Bilder vom Hauptwettkampf in Roth!
Madeira ist deshalb dabei, weil auch dort einiges trainiert wurde, allerdings nur beim Laufen und Schwimmen. Am letzten Tag wurde ich 500m...
So
25
Jul
2010
Eines vorweg: Der Challenge Roth hält was er verspricht!
Freitag
Am 16.07.10 mache ich mich um 5Uhr morgens mit meiner Freundin auf ins gelobte Triathlonland nach Roth, wo zwar kein Milch und Honig, aber immerhin PowerGel und Elektrolythgetränk fließt.
Nachdem wir von einigen Vereinskollegen gewarnt worden waren fahren wir einen kleinen Umweg über die A61 anstatt uns auf der A3 in einem der zahlreichen Staus grillen zu lassen. Gute Entscheidung. Javier erzielte auf der Hinfahrt via A3 einen Schnitt von 68km/h, den schafft Cancellara mit Rückenwind auf zwei Rädern.
Zunächst steuern wir (Jenny, ich und Slice) unsere Unterkunft in Wettelsheim an um unser Zimmer zu begutachten. Der Landgasthhof zum Hirschen liegt gut 35min von Roth entfernt und somit für NRW Verhältnisse schon ziemlich am A… . Beim Vorfahren sind wir schon eine Attraktion. Alle sind freundlich aber ahnungslos: „In Roth findt a Drriathlon statt? Nein nie von gehöat“.
Mo
19
Jul
2010
Bei meiner ersten Langdistanz (3,8 - 180 - 42,2) konnte ich gestern mit knapp 20min Vorsprung meine Altersklasse M20 gewinnen.
Nach einem Debakel beim Schwimmen und einem passablen Radpart konnte ich unerwartet gut meine Pace beim Laufen halten und den Einbruch bis weit in die zweite Marathonhälfte rauszögern. Nach 9:08:48h war die Quälerei vorbei. Von über 3000 Einzelstartern wurde ich 38. gesamt, Sieger und damit Deutscher Meister in meiner Altersklasse und dritte Frau :).
So viel in aller Kürze. Rennbericht und Bilder folgen. Danke schon mal an alle!
Mi
14
Jul
2010
03Tage 14Stunden 5Minuten 23Sekunden...der Countdown auf der Challenge Roth Homepage zählt unerbittlich runter. Stand er nicht vorgestern noch auf 118Tage und lag gestern nicht noch Schnee und die Saison war weit weit weg? Alles Vergangenheit denn jetzt ist die Zeit wo der Saisonhöhepunkt fast da ist. Es ist die Zeit in der man die Beine hochlegen muss und warten muss. Da jetzt kaum noch Training angesagt ist, hab ich genug Zeit in meinen Körper zu hören. Zwickt es nicht dort? Ist dort nicht etwas gereizt? Bin ich nicht vielleicht zu müde und sind die leichten Bauchschmerzen (die ich wirklich habe) nur eine leichte Magenverstimmung oder angolanische Todesgrippe? Die Vorwettkampfspannung schlägt so langsam in Panik um. Auch deshalb ist es jetzt Zeit für einen Blick zurück auf die Vorbereitung und Zeit für einen kleinen Blick vorraus auf das Rennen.
Nachdem ich aus der Saison 2009 eine...
Mo
05
Jul
2010
Das letzte Vorbereitungsrennen vor Roth ist abgehakt und obwohl es sportlich in allen drei Disziplinen trotz einer weiteren harten Woche durchaus rund lief, hat mir der Wettkampf bis zur Ziellinie keinen Spaß gemacht. An der Organisation und den Strecken des Saerbeck Triathlons lag es sicher auch nicht, sondern ganz einfach an dem Anstand einiger Mitbewerber.
Das Schwimmen hab ich mir (und Niklas gleich mit) selbst versaut. Wir standen einfach zu weit mittig und als der Zug rechts von uns abging waren wir nicht dabei. Die Aufholjagd wurde uns dann noch durch größere dichte Algenfelder erschwert. Nach der ersten Runden kämpften wir uns aber noch auf Position fünf bzw. sechs vor. Rein vom schwimmerischen her konnte ich den Aufwärtstrend der letzten Woche fortsetzten und schwamm für die knapp 1400m ohne Neo ne gute 18:34. Die schlechte Ausgangsposition hab ich mir selbst zuzuschreiben, aber auch der Frühstart tat sein übriges dazu. Hier müssen einfach "Hawaiianische Verhältnisse" her. Durch die "zero tolerance policy" traut sich dort einfach niemand zu früh loszulegen.
Einmal auf meinem geliebten Slice...
Di
29
Jun
2010
Und mein Weg nach Roth führt mich ab jetzt nur noch über Saerbeck am nächsten Wochenende und führte mich am vergangenen nach Steinbeck. Beim gemeinsamen Start der Regionalliga und der Verbandsliga ging ich für zweitere an den Start um die Mission Aufstieg voranzubringen. Aber auch andere Teams verfolgten ähnliche Strategien und so waren im Ziel die ersten drei Starter aus der eigentlich schwächeren Verbandsliga.
Zum Rennen: Ich wärmte mich ausgiebig an Land auf und verzichtet auf Einschwimmen um mich sofort in der ersten Reihe zu platzieren, da ich einen sehr engen Schwimmstart erwartete. Dabei hatte ich auch Glück und konnte gleich an den Füßen von Topschwimmer Nick Staggenborg dem Getümmel entkommen. Nach 750m schwimmen im Dortmund-Ems Kanal lag ich noch auf Rang zwei, wurde auf dem Rückweg aber noch von der ersten Gruppe eingesammelt. Auf dem Rad gab ich natürlich gleich...
Mi
23
Jun
2010
Dieses Lied aus dem Jahr 1996, welches ich auf der Hinfahrt nach Gütersloh hörte, sollte ein wenig zum Motto des Tages werden. Zwar lautet die Zeile zuvor: "So save the planet and kill yourself" und ganz so weit wollte ich es dann nicht treiben, aber ich war mal wieder nah dran.
Nach zwei viel zu kurzen Nächten und ohne Regeneration stand ich also an der Startlinie der Olympischen Distanz in Gütersloh. Während das Schwimmen in Kulmbach noch zu den heftigsten Schlägereien gehörte die ich je erleben durfte, bot Gütersloh das Kontrastprogramm. Die Absprachen vor dem Start funktionierten und so konnte ich im Wasserschatten schwimmend ziemlich locker eine gute 13:20min erzielen. Auf dem Rad arbeitete ich zunächst sehr viel, wurde dann aber nach der Hälfte des Rennens von Captain Heiko Tewes nach hinten beordert. Das Tempo machte mir keine Sorgen, höchstens die Fahrweise einiger Konkurenten und so kam es auch zu mehreren Stürzen. Zitat Kane Simpson, in wunderschönem australischen Slang: "These guys are crazy!". In den letzten Kurven...
Sa
19
Jun
2010
Morgen muss ich in Gütersloh ran. OD in der zweiten Buli. Das Rennen wird sicher stark besetzt sein, zumal mit Buschhütten und Witten zwei TopTeams aus der ersten Liga auch auf international geprüfte Starter zurückgreifen könnten.
Für das Rennen habe ich überhaupt nicht spezifisch trainiert. Im Gegenteil die letzten zwei Wochen standen noch mal im Zeichen von großen Umfängen und wenig Tempoarbeit. Heute hatte ich noch ein Blockseminar in der Uni und regeneriert habe ich auch nicht. Des weiteren habe ich jetzt 10 Tage Antibiotikum genommen, wegen einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse. Genug Ausreden für morgen also.
Dennoch bin ich hochmotiviert das Beste rauszuholen. Entscheidend wird sein wie sehr ich von meiner famosen Radform profitieren kann. Da Windschattenfahren erlaubt ist, ist der...
Di
08
Jun
2010
Kulmbach ist geschafft und damit auch ein wichtiger Schritt Richtung Roth. Das Rennen lief alles andere als optimal, dennoch bin ich sehr zufrieden.
Das Schwimmen verlief schon schlecht. Ich erwischte wegen dem, eigentlich schon obligatorischen, Frühstart eine schlechte Position und war mitten im Geprügel. Wie ich nach dem Rennen hörte erging es aber vielen noch schlechter. Ich erreichte mein Rad erst nach 29:53min, was auch auf eine zu lange Schwimmstrecke hindeutet. Nach knapp 5km überholte mich bereits Wolfgang Teuchner. Ich nahm seine Pace erst mal auf und besonders in den Bergaufstücken konnte ich zunächst gut folgen. Als wir dann mit 70km/h in eine Ortsdurchfahrt schossen gab es einen heftigen Knall und ich wahr froh, dass es nur meine Gelflasche war die über den Asphalt rollte und nicht ich oder Teile meines Rads. Ich hatte wohl ein größeres Schlagloch...
Fr
04
Jun
2010
Die Form stimmt einigermaßen, die Wehwechen haben sich gebessert. Es kann also losgehen. Die Strecke sollte mir liegen. Was mir nicht so liegen wird ist das hochsommerliche Wetter, welches für Sonntag angesagt ist. Morgen reise ich mit meiner Freundin an und mache den Montag noch ein bissle Urlaub. Ich meld mich dann am Dienstag.
Mo
31
Mai
2010
Ein vierter Platz in der Teamwertung und ein zweiter im Einlauf für mich. Hört sich eigentlich ganz gut an, war es aber nicht.
Beim Schwimmen setzten Niklas (Greeven) und ich die von mir vorgeschlagene Taktik um. Ich begann die ersten 300m stark um dann stark nachzulassen, wie sowieso eigentlich immer. Niklas nutzte mein hohes Tempo um direkt mal aus seiner Startmüdigkeit zu erwachen die ihn so oft ereilt. Bei 300m ließ ich ihn wie geplant passieren und kämpfte von da an, besonders nach den Wenden ums überleben. Im Wasser liefs, besonders auf Grund der katastrophalen Trainingsbedingungen der letzten Wochen, erwartungsgemäß nur so halbrund.
Einmal auf dem Rad gings auch ungewohnt schleppend los. Das schieb ich einfach mal auf die vielen Stunden die ich noch bis Samstagabend trainiert habe. Kulmbach steht schließlich vor der Tür. Also ließ ich Niclas Bock erst mal vorbei ziehen. Allerdings fuhr er mir besonders in den Kurven einfach zu langsam und daher übernahm ich wieder die Spitze und baute von da an auch meinen Vorsprung immer weiter aus. Vor dem Rennen hatte ich Niclas Bock...
Mi
26
Mai
2010
Die Saison 2009 lief bis zum Bonn Triathlon super. Dort hatte ich einen unverschuldeten Unfall mit einem Auto, welches mir in die Quere kam. Seit dem habe ich regelmäßig Probleme mit dem Laufen. Besonders bei harten Sachen. Dennoch verlief der Rest der Saison 2009 noch recht erfreulich (s. Erfolge).
Die Vorbereitung für die Saison 2010 (meine 14. Saison) lief wegen der Probleme beim Laufen, des harten Winters und lang anhaltenden Schulterproblemen ziemlich holperig. Das schlechte Wetter hielt sogar phasenweise im TL auf Malle an. Dennoch konnte ich dort gute Trainingsumfänge zusammen mit Niklas abspulen.
Beim ersten richtigen Wettkampf in Buschhütten konnte ich mich trotz schwierigerer Bedindungen im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Sowohl vom Platz als auch von der Zeit her.
Dieses Jahr liegt das Hauptaugenmerk auf den langen Sachen: MD in Kulmbach und LD in Roth. Nebenbei werde ich meinem Team versuchen in den Ligen zu helfen. Für diese Rennen werde ich aber wohl wenig oder gar nicht tapern.
Das nächste Rennen ist am Wochenende in Paderborn.
s.a. Rennen 2010